Auf dem Weg zur Auszeichnung – BKB bewirbt sich als „Verbraucherschule Gold“

Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Gesundheit – dies sind sicherlich drei Schlagwörter, die einfallen, wenn man über wichtige Themen des 21. Jahrhunderts nachdenkt. Alle Themen sind eng mit einem Aspekt verknüpft, der leicht vergessen wird: „Der Verbraucherschutz gewinnt immer mehr an Bedeutung, da durch die wachsenden Herausforderungen in vielen komplexen Bereichen Verbraucheraufklärung und Verbraucherbildung notwendig sind“, erläutert Dr. Ulrike Ufer, Lehrerin am Berufskolleg der Stadt Bottrop. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sandra Köster hat sie daher eine Bewerbung des BKB als „Verbraucherschule“ vorbereitet und pünktlich zum Stichtag, dem 16.11.2020, eingereicht. „Nicht erst durch die Verankerung einer umfassenden Verbraucherbildung in unserem Schulprogramm haben wir das Thema auf der Agenda. Wir als Berufskolleg stehen schon immer stark in der Verpflichtung, junge Menschen zu kritischen und sicheren Verbrauchern zu entwickeln“, erklärt Köster eine wichtige Intention der Bewerbung. „Als wir von der Auszeichnung erfahren und uns mit den Anforderungen befasst haben, war uns schnell klar, dass wir durch die vielfältigen Projekte am BKB die Voraussetzungen eigentlich schon fast alle erfüllen. Wir mussten quasi nur noch zusammentragen, was an unserer Schule zum Thema Verbraucherbildung im vergangenen Schuljahr angeboten wurde – und dabei sogar noch eine Auswahl aus den vielfältigen Aktivitäten treffen.“ weiterlesen...


„Gebt Mobbing keine Chance!“ – Deeskalationstraining im Beruflichen Gymnasium Gesundheit

Das Berufskolleg der Stadt Bottrop versteht sich als Schule, die die Talente und Neigungen aller Schülerinnen und Schüler fördert und fordert. Dies gilt natürlich auch für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit, weswegen sich das Team, das Artikel für die Homepage, die lokalen Printmedien oder auch für Facebook verfasst, sehr darüber freut, wenn Schülerinnen und Schüler ihrer Schreibfreude freien Lauf lassen. Bereits zum zweiten Mal war Franka Becker fleißig, die dieses Mal über ein Deeskalationstraining berichtet. Franka, 19 Jahre alt, ist Schülerin der 1G18B und wird dieses Jahr ihr Abitur machen. Sie erwägt, nach der Schule ein Studium im Bereich Journalismus und/oder im Bereich Public Relations zu absolvieren, um ihre Leidenschaft „Schreiben“ ausleben zu können. 

Beleidigen, Ausgrenzen, Schikanieren: Mobbing hat viele Gesichter. Rund jeder sechste deutsche Schüler hat bereits Erfahrungen mit Mobbing gemacht. Oft beginnt es mit Lästereien oder Ausgrenzungen und kann mit psychischen Störungen oder gar Selbstmord enden. Genau deswegen hat der Ökonomie-Kurs der 1G18A/B von Nina Pöppelmann im Rahmen des Unterrichts mithilfe des Schulsozialarbeiters Mario Papierok ein Projekt zur Prävention von Mobbing erarbeitet. Elf Schülerinnen und Schüler fanden sich in der „Wissensbar“ des BKB ein, mit der Bereitschaft, an einem zweitägigen Deeskalationstraining von Schauspieler, Anti-Gewalt- und Deeskalationstrainer Senol Arslan teilzunehmen. weiterlesen...


Am BKB setzt man auf den eigenen Nachwuchs

Die Lehrerausbildung spielt am Berufskolleg eine wichtige Rolle. Regelmäßig werden junge Lehramtsanwärterinnen und -anwärter im Anschluss an die bestandene Staatsprüfung übernommen. Lisa Leuker, Corinna Mündemann, Pia Kreyerhoff, Florian Fuchs, Steffen Vinnemeier – die Liste der am BKB ausgebildeten Referendare mit anschließender Übernahme ist lang. Die Vorteile liegen laut Schulleiter Guido Tewes auf der Hand: „Sie kennen unser System, unsere Schülerschaft, das Kollegium – eine kurze Eingewöhnungszeit erhöht die Qualität des Unterrichts ungemein.“ Zum 1. November dürfen sich auch Kai Fota und Sebastian Mowka nicht mehr als Referendare, sondern als Kollegen bezeichnen lassen. Im Gespräch mit Stefan Weyers vom Öffentlichkeitsarbeitsteam erzählen  die beiden über Schule, Schalke und Spanisch.

Euer Start ins volle Lehrerleben fällt nicht nur mitten in die Corona-Pandemie, sondern auch mitten ins Schuljahr. Wie war der Beginn für euch?

Mowka: Nach der unterrichtspraktischen Prüfung habe ich direkt mit vielen Klassen weitergearbeitet, die ich vorher schon kannte. So gab es für mich einen reibungslosen Übergang ohne größere Startschwierigkeiten.

Fota: Dem kann ich mich nur anschließen. Doch auch zu den neuen Klassen habe ich schnell einen Draht gefunden. Die Jungs aus dem technischen Bereich sind da sehr bodenständig und kommunikativ. weiterlesen...


Orange the world: Schulleiter Guido Tewes verteilt 1500 Mandarinen als Zeichen gegen Gewalt

Orange ist die Farbe der Stunde: das Bottroper Rathaus, Wasserschloss Wittringen in Gladbeck, die Allianz-Arena in München – ganz Deutschland illuminiert seine Wahrzeichen, beteiligt sich eindrucksstark an der internationalen UN-Kampagne „Orange the world“, die mit dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November begann und bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte andauern wird. Das gemeinsame Ziel: Aufmerksam machen auf Gewalt gegen Mädchen und Frauen, die noch immer in unterschiedlichen Formen und erschreckend hohen Fallzahlen existiert. 

Auch das Berufskolleg macht mit. Im Lichthof hängen orangefarbene Banner als Eyecatcher von den obersten Balustraden bis auf den Boden, alle Gebäude sind plakatiert mit Postern, die auf verschiedene Ausprägungsarten hinweisen: häusliche Gewalt, Stalking, digitale Gewalt und sexuelle Übergriffe. weiterlesen...


Schauspieler-Duo vermittelt Strategien gegen Stammtischparolen

In einem Workshop zum Thema „Parolen Paroli – Argumentationstraining gegen Stammtischparolen” setzten sich 20 Lehrerinnen, Lehrer und Schulsozialarbeiter des Berufskollegs mit in Worten gefassten Vorurteilen auseinander, mit den ewig neu aufgelegten Allgemeinplätzen genauso wie mit individuellen Erlebnissen aus Unterricht, Sportverein, Spielplatz, Kneipe oder Familienfeier. Mithilfe der Experten Jürgen Albrecht und Christine Kättner, beide Schauspieler, Sprecher und zertifizierte Theaterpädagogen, wurden Gesprächstechniken besprochen und in Simulationen ausprobiert, um vielleicht künftig der Plattitüden-Ohnmacht entgegenwirken zu können. 

Denn Ohnmacht, Hilflosigkeit und Wut seien durchaus übliche Reaktionen, wenn man von xeno- oder homophoben Stammtischparolen-Klassikern wie „Die Flüchtlinge/Ausländer/Wer auch immer wollen eh nur unser Geld“, „Die Hartzer leben nur auf unsere Kosten“, „Schwulsein ist unnormal“ überrumpelt wird. Aktuell geklettert in der Tiraden-Hitparade aber keineswegs weniger nervend, hanebüchen, schockierend und beleidigend: „Corona ist nicht schlimmer als eine Grippe“, „Schuld sind die Türken mit ihren Familienfeiern“ oder auch die Frage, ob sich die Lehrer in den Corona-Ferien auch gut erholt hätten. weiterlesen...