Kaufmännische Assistenten verlegen Sportunterricht ins Zillertal

"Wer nicht stürzt, fährt nicht am Limit", sagt Nico Maione, schüttelt sich den Schnee von der Kleidung und macht sich auf zum nächsten Schneepflugbogen die Rosenalm talabwärts. 

Bereits zum vierten Mal stellte der Bildungsgang Kaufmännische Assistenten eine Skifreizeit in den österreichischen Alpen auf die Beine. Für eine Woche verlegte die Mittelstufe – die Klassen 2K14A und B - ihren Sportunterricht nach Fügen respektive ins Skigebiet Zillertal Arena in Zell am Ziller. Neben der Vermittlung von sportmotorischen Fertigkeiten im Alpinen Skisport und den für Klassenfahrten obligatorischen Zielen im Bereich der sozialen Schlüsselqualifikationen von Teamfähigkeit bis Zuverlässigkeit, war es den Klassenlehrern Sven Bauer und Jan Lachnicht sowie den Begleitlehrern Sandra Köster und Thomas End vor allem ein Anliegen, den Schülern eine weitere Option für ein lebenslanges, freudvolles und gesundheitsförderndes Sporttreiben aufzuzeigen. 

„Nicht alle Schüler haben die von uns gesteckten Lernziele erreicht, wir sind aber sicher, dass viele Schüler großen Spaß am alpinen Schneesport gefunden haben und auch in Zukunft Ski oder Snowboard fahren werden. Einige kannten das Skifahren bis dato nur aus dem Alpin Center Bottrop. Nun konnten sie die Schönheit des Wintersports auch mal richtig in den Bergen mit Naturschnee und bei Sonnenschein erleben“, so der zertifizierte Schneesportfahrtenleiter Jan Lachnicht. 

Die 37 mitgereisten Schüler wurden in vier unterschiedliche Leistungsgruppen eingeteilt und entsprechend ihrer bisherigen Skierfahrungen von 9 Uhr bis ca. 16 Uhr unterrichtet – zwei Tage wurden die 20 Schüler mit den wenigsten Erfahrungen sogar von Profi-Skilehrern der ortsansässigen Skischule trainiert. Ging es für jene zunächst um einfaches Gleiten, Bremsen und einen leichten Hang kontrolliert und unfallfrei z.B. im Schneepflug zu besiegen, machten die skierfahreneren und mutigeren Schüler im Laufe der Woche Bekanntschaft mit den schwierigeren sogenannten roten Pisten, höheren Geschwindigkeiten und steilerem Gelände. „Es ist immer wieder schön zu erleben mit wie viel Engagement, Mut und Kampfgeist viele Schüler bei der Sache sind und auch welche enormen Entwicklungen in Bezug auf das Fahrkönnen zu beobachten sind. Zwei Schüler mit bis dato lediglich einem einzigen Skihallentag als Vorerfahrung gehörten am Ende zu den schnellsten, sichersten und technisch saubersten Skifahrern“, resümierte Sportlehrer Thomas End. „Auch die Leistungen im den Richtlinien zugrunde liegenden Kompetenzbereich ‚Etwas wagen – Verantwortung für sich und andere übernehmen’ waren teilweise top - allen voran Peter Pietrowskis Salto rückwärts ins Luftkissen im Action Park“. 

Den Wochenabschluss bildete eine Winter-Olympiade mit verschiedenen motorischen, kognitiven und kreativen Wettbewerben wie Tauziehen, Zillertaler-Quiz-Duell, Slalom-Rennen und einer Abschluss-Performance über die Skifreizeit, bei denen in Rap-, Gedicht- oder Rebell-Comedy-Form (Sprache: Kanakisch) so manche Skispitze verteilt wurde. "Die Olympiade war super, da hierbei alle zusammen aktiv waren und auch die weniger begabten Skifahrer sich einbringen konnten", so Can Özcan. "Ich fand die ganze Klassenfahrt toll, weil das Skigebiet schön war, das Ski fahren und mein Tag auf dem Snowboard Spaß gemacht haben, genauso wie die Pausen auf den gemütlichen Hütten und die Freizeit am Abend", schwärmt Paulina Komarek.

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