Ferien der anderen Art: BKB-Schülerin Charleen Buchal bei der Osterakademie

Wenn Schüler beschreiben, was sie in den Ferien gemacht haben, so fallen zumeist Schlagworte wie „Urlaub“, „Chillen“ oder „Party“. Nur selten fällt in diesem Zusammenhang das Wort „Lernen“. Genau dies tat aber Charleen Buchal (sechste von links auf obigem Gruppenbild), engagierte Schülerin des Wirtschaftsgymnasiums am Berufskolleg, in den zurückliegenden Osterferien, denn sie nahm an den Lernferien der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim teil. 

Bereits seit vielen Jahren versucht „Die Wolfsburg“ in Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit Jugendlichen auch aus einer christlichen Perspektive zu betrachten und mögliche Lösungen für Probleme zu finden. BKB-Lehrerin Hiltrud Abel, die die Akademie seit vielen Jahren kennt und Charleens Aufenthalt organisierte, schätzt den Ablauf der Lernferien: „Immer wieder schaffen es die Organisatoren durch brandaktuelle Themen die Jugendlichen mitzureißen. Dabei geht es aber nicht nur um Lernen oder den Umgang mit christlichen Werten, sondern auch um den Dialog zwischen interessierten jungen Menschen, die auch mal über den Tellerrand hinausschauen wollen.“ 

Thema der diesjährigen Osterlernferien war „Big Data“ – oder übersetzt: Die Auswirkungen der Digitalisierung auf unser Leben. Im Rahmen der fünftägigen, Lernakademie erwartete Charleen Buchal ein vielfältiges Programm. Neben einem Besuch des Fraunhofer-Institutes IML in Dortmund, wo über die Logistiksysteme der Zukunft gesprochen wurde, fanden auch Vorträge und Workshops zu Themen wie „Journalistisches Schreiben“ statt. „Besonders beeindruckend im Fraunhofer-Institut war die Bin:GO-Drohne, die die Logistik optimiert. Gerade für mich als angehende Wirtschaftlerin war es spannend zu sehen, wie Industrie 4.0 funktioniert“, so die begeisterte 1W-Schülerin, die diese Erkenntnisse sicherlich im BWL-Leistungskurs von Schulleiter Guido Tewes anwenden kann, der derartige außerschulische Aktivitäten schätzt: „Wir unterstützen grundsätzlich Angebote, die unsere Schüler fachlich und persönlich weiterbringen.“ 

Für einen Bezug zur Kirche sorgte auch Jan Kuhn, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Ruhr-Uni in Bochum, der im Rahmen des Themas „Big Data – Big God“ mit der BKB-Schülerin und den weiteren Teilnehmern über das Verhältnis von Kirche und Internet sprach. Highlight der Woche war für die junge Gymnasiastin aber das Treffen mit afghanischen Flüchtlingen, die eindrucksvoll berichteten, wie sie teils über 40 Tage zu Fuß unterwegs waren. „Ohne Smartphone wären die Flüchtlinge aufgeschmissen, da kein Kontakt zu Familie oder Bekannten im Kriegsgebiet möglich wäre“, so eine sichtlich berührte Charleen Buchal. 

Den Abschluss bildeten Vorträge von Vertretern von Evonik Industries und der reflact GmbH sowie ein Besuch des Theaterstücks „Ich habe nichts zu verbergen. Mein Leben mit Big Data.“ im Essener Grillo-Theater. „Obwohl ich vorher dachte, dass Ferien am Strand doch besser sind, muss ich sagen, dass sich die Lernferien gelohnt haben. Nette Menschen, mit denen man viel lachen konnte, eine gute Unterkunft sowie leckeres Essen ließen mich die langen, aber sehr interessanten Arbeitstage gut überstehen. Ich kann diesen Workshop nur empfehlen“, meint Charleen Buchal abschließend.

zurück zu den aktuellen Nachrichten