Falschgeld-Profis am Berufskolleg – Schulung der Bundesbank im Einzelhandel

Fast schon traditionell im späten Frühjahr erhalten die Unterstufen im Einzelhandel des BKB Besuch von Vertretern der deutschen Bundesbank, um über die Unterschiede zwischen „Blüten“ und echten Euro-Banknoten zu sprechen. Birgit Jahn, Ingo Küper und Björn Beyer zeigten in vier jeweils anderthalbstündigen Vorträgen den Klassen EH15A bis EH15D nicht nur gute und schlechte Fälschungen, sondern sensibilisierten die angehenden Verkäufer und Einzelhandelskaufleute intensiv für die Arbeit mit Euroscheinen im Kassenbereich. „Wir verstehen Schulungen für Auszubildende im kaufmännischen Bereich als eine enorm wichtige Aufgabe der deutschen Bundesbank. Schließlich haben die Azubis ja jeden Tag mit einer Menge Bargeld zu tun“, so Björn Beyer über die Wichtigkeit der Falschgeldschulung.

Aufgelockert mit Geschichten über Fälscherbanden aus italienischen Mafiakreisen, der sogenannten „Napoli-Gang“, erfuhren die Klassen alles darüber, wie Falschgeld in Umlauf kommt, wie man sich richtig verhält, wenn man wirklich mit Falschgeld konfrontiert wird und anhand welcher Sicherheitsmerkmale man nicht nur die „alten“ Euro-Noten, sondern ebenfalls die modernere „Europa“-Serie als echt identifizieren kann. „Zwar kennt man einige Merkmale schon, aber genau Bescheid zu wissen, welche Feinheiten zum Schutz eingebaut sind, ist enorm wichtig., so Ramadan Lejjo aus der EH15B, der aufmerksam zuhörte, dass viele Falschgelderkennungsgeräte wie Stifte oder UV-Lampen wenig bis gar keine Wirkung erzielen. „Viel besser“, so Ingo Küper mit einem Augenzwinkern, „sei zudem, der Trick, der auch bei einem Bier häufig angewendet wird: Sehen, Kippen, Fühlen.“

Wie schwer es teilweise ist, eine Blüte zu erkennen, zeigte dann ein 200-Euro-Schein eines osteuropäischen Fälschers, bei dem man mehrfach hinschauen musste, um die Fehler zu erkennen. Nicht nur die Klassen- und Fachlehrer, sondern auch die Schüler zeigten sich von der Veranstaltung begeistert. „Informativ und spannend – das war eine runde Sache“, zog Eileen Brandenburg, ebenfalls aus der EH15B, ein treffendes Fazit.

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