Einblick in die oberste Etage

Hört man die Berufswünsche vieler junger Menschen, so fallen meist Wörter wie „Superstar“, „Fußballprofi“ oder schlicht „Chef“. Für einen Schüler der 1I15A des Beruflichen Gymnasiums mit Schwerpunkt Informationstechnik geht der Traum, einmal „Chef“ zu sein, bald in Erfüllung. Grund dafür war die erfolgreiche Teilnahme bei der durch Focus Money unterstützten Aktion „Chef f ür einen Tag“, bei der Angelo Kleinert in einem langen Verfahren ausgewählt wurde, einen Tag in die höchste Führungsebene des Weltkonzerns ThyssenKrupp zu schauen.

Bereits im Mai dieses Jahres hatte sich die Klasse um Claudia Bergmann mit einem selbst entwickelten und gedrehten Bewerbungsvideo erfolgreich gegen viele Mitbewerber anderer Schulen durchgesetzt. Was folgte, waren ein Treffen mit Kerstin Ney (Personalvorstand bei der ThyssenKrupp-Business-Area Components Technology in Essen) am BKB, eine Tour in die Konzernzentrale in Essen sowie ein regelrechtes Casting Ende September im Tagungshotel der Lufthansa in Seeheim, wo die gesamte ITA-Klasse auf Herz und Nieren geprüft wurde, um den einen „Chef“ herauszufinden.

Intelligenztests, Unternehmensvorstellungen, Gala-Dinner, Workshops, Vorträge und Fachforen – zugegeben: nicht alles, was in Seeheim passierte, klingt nach harter Arbeit, aber intensiv war es. Die drei Finalisten der ITAs, neben Angelo Kleinert qualifizierten sich auch Cedric Mrosewski und Leon Fankhänel für die Finalrunde, nahmen zusammen mit anderen Kandidaten für weitere Posten bei diversen Unternehmen an einer Business Simulation teil, wo sie ihr ökonomisches Geschick im Rahmen eines Planspiels unter Beweis stellen durften und dabei gleichzeitig von Headhuntern der Beratungsagentur Odgers Berndtson beobachtet wurden. Anschließend standen persönliche Interviews an, die aus der 1I15A schlussendlich Angelo Kleinert am besten meisterte.

„Es war zwar stressig, aber insgesamt ein lehrreiches und spaßiges Wochenende“, so der glückliche Gewinner, der sich nicht nur über einen Tag in der obersten Ebene von ThyssenKrupp freuen durfte, sondern sich auch der Freude seiner Mitschüler sicher sein konnte, die ihm den Erfolg mehr als gönnten. Auch Klassenlehrerin Claudia Bergmann zeigte sich begeistert: „Was die Klasse an Erfahrungen mitnehmen konnte, ist im späteren Berufsleben unbezahlbar.“ Der neue „Chef“ von ThyssenKrupp muss sich allerdings noch bis Anfang November gedulden, ehe er den Konzern auf links drehen kann.

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