Fortbildung: Sozialamt informiert Lehrer über Asylbewerberleistungsgesetz

In Kraft getreten am 01.11.1993 und immer wieder geändert worden, zuletzt am 06.08.2016, 14 Paragraphen, in gedruckter Form gerade mal 35 Seiten stark - die Rede ist vom Asylbewerberleistungsgesetz. Das Unterrichtsentwicklungsteam hatte nun interessierte Lehrerinnen und Lehrer zum "Informationsforum Unterrichtsentwicklung" eingeladen, um über die aktuelle Situation in Bottrop und die Leistungsansprüche von Asylbewerbern in unserer Stadt zu informieren - vor allem im Hinblick darauf, die eigenen Schüler, die aus ihren Heimatländern vertrieben wurden,  künftig besser beraten und unterstützen zu können.

Wie hat sich die Situation entwickelt? Welche Konsequenzen hat es für die Schülerinnen und Schülern in unseren Internationalen Förderklassen, wenn sie 18 werden? Wie können wir sie unterstützen - sowohl im Unterricht, aber auch darüber hinausgehend? Diese und viele weitere Fragen beantwortete die Abteilungsleiterin beim Sozialamt Bottrop, Karen Alexius-Eifert. "Die interessierten Lehrer kamen nicht nur aus dem Dunstkreis der Internationalen Förderklassen, denn inzwischen wächst auch die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit Flüchtlingsstatus in den Regelklassen", erläutert Englisch- und Religionslehrer Bernd Böhm.

Immer wieder wenden sich Lehrer mit Fragen zu Leistungen für Flüchtlinge an Mario Papierok, den Schulsozialarbeiter. Durch Papierok wurde auch der Kontakt zum Sozialamt hergestellt. Mit einem kurzen Vortrag und einem anschließenden Dialog wurden den Teilnehmern die aktuelle Rechtslage, Chancen und Grenzen des Asylbewerberleistungsgesetzes und auch Ansprechpartner für Fragen in akuten Fällen näher gebracht.

Insgesamt bewerteten alle Teilnehmer die Veranstaltung als großen Gewinn. "Die Materie ist doch recht komplex und wir sind durch diese kompetente Information und unseren direkten Draht zum Sozialamt künftig besser gewappnet", so Böhm.

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