Ein Film sagt mehr als tausend Worte – Kurzfilme im Unterricht

„Was ich Ihnen heute zeigen werde, sind keine Filme für die Schule, sondern Filme für Menschen.“ So begann Eberhard Streier, Referent für Berufskollegs und religionspädagogische Medienarbeit, seine Vorstellung von fünf Kurzfilmen, die aufgrund ihrer teilweise hochaktuellen Themen wie Diskriminierung, Selbst- und Zielfindung sowie Karrierismus hervorragende Anknüpfungspunkte an den Unterricht vieler Fächer bieten.

Genau diesen Hintergedanken verfolgte Marion Knuth, als sie durch die Vermittlung von Religionslehrerin Hiltrud Abel den Kurzfilmexperten an das BKB einlud, um eine Lehrerfortbildung durchzuführen. „Für viele Schüler sind Filme die Zeit, um abzuschalten oder um die letzten Tage vor den Ferien zu überbrücken. Dass es auch anders geht, haben wir heute eindrucksvoll gesehen“, so die Leiterin des Unterrichtsentwicklungsteams.

Bei seiner Filmauswahl legte Streier Wert auf Vielfalt. „Business as usual“ zeigte beispielweise die Geschichte eines Mannes, der zu Unrecht als Terrorist in Verruf gerät. Hochemotional war der Film „Sommersonntag“, bei dem auch der eine oder andere der knapp 20 Teilnehmer eine Träne im Auge verspürte, als ein Vater seinen eigenen Sohn zugunsten der Rettung eines ganzen Zuges opfert. „Kurzfilme eignen sich besonders für den Unterricht, weil sie komprimiert, auf den Punkt und immer mitreißend sind“, so Streier, der seine Passion für diese Filmart auf das Publikum überschwappen ließ und nebenbei methodische Tipps für den Einbau in den Unterricht gab. Den Vogel ab schoss zum Ende der Animationsfilm „Bob“, dessen letzte Worte wohl so schnell keiner vergessen dürfte.

Streier, ehemaliges Mitglied der Jury bei den Oberhausener Kurzfilmtagen, wies zudem darauf hin, dass es an diversen Stellen, wie etwa dem Medienforum Essen, weitere Filme gäbe, die er wärmstens empfehlen könne – ein Hinweis, der auf viel Interesse stieß. BKB-Stundenplanerin Andrea Fischer stellte im Anschluss an die gelungene Fortbildung lachend fest: „Nach der Fortbildung wird das Ringen um die Medienwagen noch wilder werden.“

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