Lebenstipps von der Verbraucherzentrale

Vor rund anderthalb Jahren monierte eine frustrierte Abiturientin via Facebook, dass sie mit fast 18 Jahren keine Ahnung von Steuern, Miete und Versicherungen habe, aber eine Gedichtanalyse in 4 Sprachen schreiben könne. Damit brachte sie eine Diskussion ins Rollen, ob Schule junge Menschen heutzutage mehr auf ebensolche konkreten Themen vorbereiten müsse. 

Nicht nur das Unterrichtsentwicklungsteam hat darauf reagiert und Materialien zum Thema „Leben“ erarbeitet und dem Kollegium zur Verfügung gestellt. Unter anderem auf Initiative von Schulsozialarbeiter Mario Papierok finden zudem verstärkt Experten den Weg in die Schule, die gerade in solchen dringenden Lebensfragen den Schülern Rede und Antwort stehen. 

Bereits zum 7. Mal besuchte Ines Sterkenburgh von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Klassen des Berufskollegs, im Gepäck Fachwissen über Themen wie „Umgang mit Geld, Konto und Zahlungsverkehr“, „Handy und Internet“, „Kaufwunsch und Bedürfnisse“, „Schützen und sichern“, „Rechtlicher Verbraucherschutz“ etc. Die Kaufmännischen Assistenten der 2K14A und 2K16B entschieden sich für „Die erste eigene Wohnung“ und wurden sogleich von Ines Sterkenburgh über den üblichen Abkürzungswust in Wohnungsannoncen (1ZKBB, MFH; DG, FBH, EBK, Lam., KM 210, NK, 3KM, keine HT, NR etc.) aufgeklärt. Beim exemplarischen Einrichten der ersten eigenen Wohnung wurden u.a. mögliche Kreditfallen beim Möbelkauf thematisiert.  Schließlich führte die Expertin den Jugendlichen an einem konkreten Beispiel die möglichen Konsequenzen vor Augen, die bei Nicht-Beachtung von AGBs bei Vertragsabschlüssen eintreten können. 

„Einiges wusste ich schon vorher, aber einige Tipps waren auch wertvoll für mich. Besonders die Info über die Möglichkeit sich von der Verbraucherzentrale rechtlich beraten zu lassen - zu deutlich günstigeren Konditionen als bei einem Rechtsanwalt, finde ich sehr wichtig“, bilanziert Schüler Peter Piotrowski.

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