Talent-Café der Hochschule Ruhr West hilft BKB-Schülern bei Karriereplanung

Alle jungen Menschen stehen irgendwann vor der Frage: „Was will ich später machen?“ Hat man sich dann nach einem langwierigen Prozess für einen Beruf entschieden, driften meist Träume, Wünsche und Vorstellungen mit der Realität auseinander. Grund hierfür ist oft eine mangelnde Beschäftigung mit dem entsprechenden Berufsfeld. Genau hier setzt das „Talent-Café“ der Hochschule Ruhr West an, an dem Oberstufenschüler des Berufskollegs der Stadt Bottrop teilnehmen können, um ihre beruflichen Perspektiven und Vorstellungen klarer zu erkennen und zu formulieren.

Im „Talent-Café“ kommen sogenannte Vorbilder aus dem Berufsleben, also Studenten, Auszubildende und langjährige Arbeitnehmer, mit interessierten Jugendlichen zusammen und plaudern bei Gebäck und Getränken ungezwungen über Karrieremöglichkeiten im jeweiligen, variabel auswählbaren Bereich. Ein Beispiel wäre das vor kurzem behandelte Thema „Studieren im sozialen Bereich: Irgendwas mit Menschen – aber was?“. Die angehende Elementarpädagogin Yvonne Peterei sowie Nils Bergenthun, der soziale Arbeit und Sozialpädagogik studiert, stellten interessierten BKB-Schülern aus der 2S/2G ihre persönlichen Studienerfahrungen dar, nahmen Ängste und Sorgen und ließen sich zu ihrem persönlichen Werdegang löchern. Bereichsleiterin Anna Dosoruth-Lück, die zusammen mit Friederike Weinhardt und Tina Krämer die Schüler begleitete, sprach anschließend von einer wertvollen Erfahrung: „Lebensnahe Erfahrungen aus der Praxis bzw. dem Arbeitsalltag helfen oft mehr als die Worte der Lehrer.“ Auch die Schülerinnen Melana Schulz und Derya Urbante lobten das „Talent-Café“: „Wir können das „Talent-Café“ nur weiterempfehlen, da man wirklich wichtige und individuelle Informationen darüber bekommt, was man studieren kann oder welche Ausbildungsmöglichkeiten es gibt.“

Derartige Worte hören die Initiatoren des „Talent-Cafés“, die Talent-Scouts Paul Pillath und der oben angesprochene Nils Bergenthun, nur allzu gern. Sie beschreiben das „Talent-Café“ als einen zusätzlichen Baustein des Konzepts des Talent-Scoutings des NRW-Zentrums für Talentförderung. Dabei legt Pillath vor allem Wert auf die individuelle Begleitung der „Talente“: „Aus diesem Grund besuche ich ein bis zweimal im Monat das BKB, um in Einzelgesprächen mit den Schülerinnen und Schülern zum einem die Person an sich und dann ihre Interessen, Wünsche, Hoffnungen oder Sorgen kennenzulernen.“ Wichtig ist ihm, dass diese Beratung über die gesamte Schulzeit laufen kann, da sich Wünsche und Talente verändern oder auch erst entwickeln können. BKB-Lehrerin Tina Krämer koordiniert mit Pillath die Termine der Schüler. Sie sieht das „Talent-Scouting“ ebenfalls sehr positiv: „Die Kooperation mit dem NRW-Zentrum für Talentförderung bietet für unsere Schülerinnen und Schüler noch eine zusätzliche Unterstützung in ihrer Berufswahlentscheidung. Die Scouts haben Angebote wie eben dieses Talent-Café, die wir Lehrerinnen und Lehrer in der Form nicht bieten können."

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