„Kein Abschluss ohne Anschluss“ – IF-Schüler erproben Berufsfelder

„KAoA“ – was klingt wie eine hawaiianische Begrüßung und ein Kriegstanz der neuseeländischen Maoris, ist vielmehr ein groß aufgelegtes Programm, das Schülerinnen und Schülern in NRW den Übergang zwischen Schule und Beruf erleichtern soll. Insbesondere das Berufskolleg spielt dabei eine entscheidende Rolle, da hier die Schnittmengen mit der Berufswelt und damit verbunden mit den Ausbildungsbetrieben besonders hoch sind. Matthias Siebert, KAoA-Beauftragter am BKB, sieht das Berufskolleg der Stadt Bottrop zwar bereits gut aufgestellt, meint aber gleichzeitig: „Viele Bildungsgänge bieten zusätzlich Potenziale, die wir für KAoA nutzen können.“

Bestes Beispiel für die Umsetzung des KAoA-Konzeptes war die Erprobung verschiedener Berufsfelder durch 30 Schülerinnen und Schüler der internationalen Förderklassen am BKB, die in Kooperation mit der Gafög in Gelsenkirchen die Möglichkeit wahrnahmen, erstmals in neue und unbekannte Berufe hineinzuschauen. Im Rahmen verschiedener Phasen erkundeten die jungen Flüchtlinge immer intensiver vor allem Berufe aus dem technischen Bereich. Nachdem zunächst mittels einfacher Tätigkeiten und Reflexionsgesprächen erste Vorlieben für verschiedene Berufsfelder entdeckt wurden, konnten im weiteren Verlauf bereits kleinere Projekte durchgeführt werden. Nicht nur die Schüler hatten Spaß an den teils tollen Ergebnissen, sondern auch die begleitenden Lehrer hatten Freude am Engagement ihrer Schüler. Stellvertretend für seine Kollegen Stefanie Mathe, Johanna Nowak, Houria El-Baghdadi, Matthias Brink und Elke Güdel lobte Bernd Böhm nicht nur die Schüler, sondern auch den Kooperationspartner: „Die Freude am Arbeiten ist ansteckend, vor allem, wenn man so tolle Arbeitsplätze zur Verfügung hat.“

Exemplarisch für den Erfolg dieser Maßnahme äußerte sich Younes aus der IF, der in einer Metallwerkstatt arbeitete: „Es ist anstrengend, aber macht auch viel Spaß! Den Beruf kannte ich gar nicht. Vielleicht will ich das mal werden.“ Er hatte keine Angst, sich die Hände schmutzig zu machen und mit Bohrer, Säge, Feile und Nieten aus einem Plan und einem Stück Feinblech eine Uhr herzustellen. Insgesamt äußerten sich alle Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklassen sehr positiv über das KAoA-Programm, welches somit das ehrgeizige Ziel erreichen könnte, dass alle Schülerinnen und Schüler bei der Berufs- und Studienorientierung, bei der Berufswahl und beim Eintritt in die Ausbildung oder ein Studium besser unterstützt werden.

Mehr Informationen finden sich unter: www.keinabschlussohneanschluss.nrw.de

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