BKB-Schüler als „Reisebegleiter“

Wer beim Wort „Reisebegleiter“ sofort an die „Air Berlin“-Insolvenz denken muss, outet sich zwar als aufmerksamer Beobachter der deutschen Presselandschaft, ist jedoch mit seinem ersten Gedanken auf dem Holzweg. Ohne abzuheben oder Tomatensaft zu verschütten, übernahmen 15 Schülerinnen des BKB die verantwortungsvolle Aufgabe, jungen Menschen spielerisch dabei zu helfen, ihre Stärken zu entdecken – als „Reisebegleiter“ im Rahmen des bundesweiten Projektes „Komm auf Tour“.

Schauplatz dieses Projektes war kein A320, sondern die altehrwürdige Lohnhalle Bottrop, die für drei Tage einen Parcours beherbergte, der die Projektteilnehmer im Alter von 12 bis 14 Jahren vor verschiedene Herausforderungen stellte. So hatten die Schüler zum Beispiel die Aufgabe, gemeinsam eine verwüstete „sturmfreie Bude“ aufzuräumen und Schäden zu beheben. Dabei erhält jeder Schüler ein direktes Feedback zu seinem Verhalten, indem er von den oben erwähnten „Reisebegleitern“ kleine Aufkleber auf die Schulter geklebt bekommt. Die Aufkleber stehen dabei Stärken, wie z. B. Kommunikationsfähigkeit, organisatorisches Talent oder handwerkliches Geschick.

Den verantwortungsvollen Job des „Reisebegleiters“ übernahmen insgesamt 15 Schülerinnen aus den Klassen 2G16A und 2G17D (Bereich Gesundheit und Soziales), die sich im Vorfeld freiwillig bereit erklärt hatten, das Projekt an den drei Tagen bis in den späten Nachmittag zu unterstützen. Für die Teilnahme erhalten alle fleißigen Helferinnen ein Zertifikat. Doch für alle Schülerinnen war das Projekt so oder so ein Gewinn. Zum einen konnten Kontakte zu möglichen Institutionen und potentiellen Arbeitgebern und Praktikumsstellen, wie z. B. dem Jugendamt, geknüpft werden, zum anderen hat die Arbeit trotz des großen Zeitaufwands allen große Freude bereitet. Auch Joana Wünnemann, Schülerin der 2G16A, hat die Arbeit genossen. Unmittelbar nach Beendigung des Projektes erzählte sie: “Es war eine abwechslungsreiche und spannende Woche. Die Projektverantwortlichen haben uns als vollwertige und gleichberechtigte Teammitglieder behandelt. Ich habe mich bereits für das nächste Projekt auf die Helferliste setzen lassen.“

Lehrer Matthias Siebert, der die Einsatzplanung der Schüler koordiniert hatte, war voll des Lobes für die Schülerinnen: “Zunächst einmal war ich von der großen Bereitschaft überrascht, bis in den Nachmittag freiwillig zu arbeiten. Bei der Einteilung der Schichten haben sich die Schülerinnen ausgesprochen kooperativ gezeigt und geholfen, Engpässe zu stopfen. Die Projektverantwortlichen waren von der Eigenständigkeit und dem Verantwortungsbewusstsein begeistert. Wir werden auch bei den nächsten Projekten unseren Schülern die Möglichkeit geben, diese tollen Erfahrungen zu sammeln.“

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