Schüler des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit schnuppern ins Medizin-Studium

Mit einem Ausflug zur Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms Universität Münster zeigten Bildungsgangleiterin Nina Pöppelmann und Fachlehrerin Friederike Weinhardt den Schülerinnen und Schülern des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit eine mögliche Option für die Fortsetzung der beruflichen Karriere nach dem Abitur: das Medizin-Studium. „Wir möchten den Schülerinnen und Schülern schon früh die Möglichkeit geben, sich mit ihrer späteren Berufswahl auseinanderzusetzen und dazu gehören unbedingt auch Besuche der Universitäten“, so Nina Pöppelmann.

Als erstes stand eine Vorlesung zum Thema „Hygiene“ im Hörsaal gemeinsam mit Medizinstudenten des ersten Semesters auf dem Programm. Prof. Dr. Thorsten Kuczius warf grundlegende medizinische Fragen auf: Desinfektion und Sterilisation – warum? Wo findet man Keime und was sind Infektionsquellen? Der Professor ging auf die Überlebenszeit von Erregern ein und klärte über die geschichtliche Entwicklung von Hygienemaßnahmen im Krankenhaus auf. So erfuhren die Schüler und Studenten, dass 1896 der erste Mundschutz bei Operationen eingesetzt und auch erst 1897 zum ersten Mal mit sterilen Handschuhen operiert wurde. Die Vorlesung endete mit einer anschaulichen Übung: Alle Anwesenden sollten sich die Hände desinfizieren. Prof. Dr. Thorsten Kuczius demonstrierte die richtige Praxis und wies daraufhin, dass einige Bereiche der Hand häufig vernachlässigt würden, z.B. der Daumen. „Das war so interessant. Ich würde gerne direkt in die nächste Vorlesung gehen und hier bleiben“, kommentierte nach Vorlesungsende BKB-Schülerin Sophie Tschamler, deren Berufswunsch bereits seit langem feststeht.

Sehr aufschlussreich gestaltete sich auch ein Vortrag zur Studienorientierung von Tutorin Luise Storck, die Medizin bereits im 8. Semester studiert. Sie berichtete über ihre persönlichen Erfahrungen, plauderte aus dem Nähkästchen des Studentenlebens und begleitete die Bottroper Delegation zur Geschmacksprobe in die Mensa. Im Gespräch über die Fächer Anatomie, Physiologie, Biochemie und Histologie stellten die BKB-Schüler erfreut fest, dass sie durch ihre beiden Leistungskurse Gesundheit und Biologie schon jetzt Verbindungen ziehen können.

Vor allem die Schüler, die entschlossen sind, ein Medizinstudium nach dem Abitur am BKB anzugehen, hörten im zweiten Teil des Tutorinnen-Vortrags genau hin, als Luise Storck über Voraussetzungen des Studiums informierte und das Bewerbungsverfahren an der Uni Münster erläuterte.

„Das ist hier wie eine Stadt in der Stadt“, kommentierte Schülerin Melissa Paschek die abschließende Führung über den Campus, durch die Bibliothek der Mediziner sowie das Lehrkrankenhaus, das für die Studenten zu Übungszwecken wie ein richtiges Krankenhaus eingerichtet wurde. Simon Katzorke probte sogleich den Ernstfall im Lehrkrankenhaus, zog sich einen Arztkittel über und bilanzierte: „Ich bin begeistert vom heutigen Tag. Es war sehr informativ und jetzt bin ich mir noch sicherer, Hausarzt werden zu wollen.“ 

Infoabend zur Allgemeinen Hochschulreife am BKB

Für alle, die sich für das Abitur im Bereich Gesundheit interessieren – oder auch für die beiden alternativen Wege zur Allgemeinen Hochschulreife am Berufskolleg in den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung oder Informatik – richtet die Abteilung Berufliches Gymnasium einen Infoabend aus. Beginn ist am Dienstag, 30. Januar, um 18 Uhr im Medienzentrum des Berufskollegs (Raum C004).

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