„Heute ein König“ – Besichtigung der Brauerei „König“ in Duisburg

2016 trank jeder Deutsche ca. 105 Liter Bier, was umgerechnet 210 Flaschen Pils oder 525 kleinen Erfrischungen in der Kneipe um die Ecke entspricht. Aus welchen Gründen auch immer in Deutschland Bier verzehrt wird, so steht eines fest: Bier ist ein fester Bestandteil der deutschen Gesellschaft, ähnlich wie Bratwurst oder Fußball. Gleichzeitig steckt hinter der Bierbranche ein wichtiges Standbein der deutschen Genussmittelindustrie, die über die Landesgrenzen hinweg mit dafür sorgt, dass sich Deutschland Exportweltmeister nennen darf.

Gerade weil Bier für Deutschland so bedeutsam ist, machte sich eine siebzehnköpfige Lehrerreisegruppe unter Oberaufsicht von Schulleiter Guido Tewes auf den Weg nach Duisburg-Beeck, um die „König“-Brauerei in zu besichtigen. Neben dem Aufschnappen von Informationen zu wirtschaftlichen Kennzahlen, Produktionsabläufen und technischen Innovationen stand aber auch auf dem Tagesprogramm, was zu jedem guten Bier gehört, wie die Butter zum Brot: intensive Gespräche über Gott, Fußball und die Welt. „Ich bin sehr gespannt, wie es hinter den Kulissen einer Brauerei zugeht – und freue mich natürlich auf eine kleine Verkostung“, so Noch-Neu-Kollege Tobias Bury, der sich Input für seinen Unterricht im Fach „Warenkunde“ im Einzelhandel erhoffte.

Begrüßt wurde die BKB-Gruppe im altehrwürdigen Theodor-König-Keller, benannt nach dem Gründer der Brauerei. Dieter Meppelink, erfahrener Mitarbeiter der „König“-Brauerei und Guide aus Leidenschaft, führte nach der Ausgabe steriler Anzüge in einem alten Sudhaus aus, dass die „König“-Brauerei seit 1858 existiere, mittlerweile der Bitburger-Braugruppe angehöre und unter anderem nach Japan und in die USA exportiere. Vorbeigehend an Maischepfannen und Läuterbottichen hörten die BKB-Lehrer Informationen über die Grundbestandteile von Bier (Wasser, Hopfen, Gerste und Hefe) über moderne Headsets und erweiterten so ihr Kneipenwissen über der Deutschen liebste Hopfenkaltschale. Lehrerin Tina Krämer merkte beispielsweise anschließend an: „Ich hätte nicht gedacht, dass das Wasser zur Bierproduktion aus dem Halterner Stausee kommt.“

Nach dem Gärkeller und der Reifeabteilung ging es zu den Abfüllanlagen, die 700 Fässer jeglicher Größe pro Stunde abfüllen können. Lehrer Thomas Heimann stellte an dieser Stelle fest: „Man sieht kaum Mitarbeiter. Beeindruckend, wie automatisch und offensichtlich fehlerfrei die Produktion läuft.“ Im Anschluss an die Führung ging es zurück zum Start, wo ein zünftiger Snack und eine kleine Kostprobe der Produkte aus dem Hause „König“ zum Verzehr bereitstanden. Dieter Meppelink beendete seine Führung mit den Worten, die alle BKB-Lehrer spätestens nach dem ersten Schluck „KöPi“ verstanden hatten: „Wenn man ein König-Pilsener trinkt, dann ist das so, wie wenn ein Engelchen auf die Seele pinkelt!“

Schulleiter Guido Tewes zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung: „Betriebsbesichtigungen dienen uns Lehrern dazu, den Bezug zur Praxis nicht zu verlieren. Wenn man Informationen so kompetent und humorvoll wie heute erlangt, dann ist das umso schöner.“ In ein ähnliches Horn stieß auch Tewes´ Stellvertreter Klaus Wiegert, der hinzufügte: „Zudem dient ein derartiger Nachmittag auch der Stärkung des guten internen Betriebsklimas, da man sich abseits des Schulalltags mit Kollegen über private Dinge unterhalten kann.“ Direkt im Anschluss diskutierte er mit Lehrer Klaus Lohmann darüber, ob im „König“-Slogan „Das König der Biere“ der Grammatikfehler oder das stilistische Mittel dominiere. Die Auflösung folgt!

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