Farbe trifft Gelenkigkeit

Hans Christian Andersens Märchen „Die Schneekönigin“, in dem es auf humorvolle Weise um die Suche nach dem kleinen Glück geht, kommt nur noch selten in der Lebenswelt von Jugendlichen vor. Umso erstaunlicher war die Begeisterung und das Engagement der Schülerinnen der Kosmetikklassen des Berufskollegs der Stadt Bottrop, als es hieß, ein professionelles Bühnen-Make-Up für 110 Tänzerinnen und Tänzer der Ballettschule Zurhausen zu entwickeln und die Ergebnisse praktisch anzuwenden. Bewundert werden konnte das Make-Up für bekannte Figuren wie Gerda und Kai oder die Schneekönigin selbst während je zwei Aufführungen am Josef-Albers-Gymnasium in Bottrop und in der Mathias-Jakobs-Stadthalle in Gladbeck.

Während des Fachunterrichts erarbeiteten die Schülerinnen unter Anleitung ihrer Lehrerinnen Beke Essmann, Maria Hosh und Corinna Schlack und in Absprache mit der Leiterin der Ballettschule Ulla Schulte-Zurhausen eigene Ideen, um die Charakterzüge der einzelnen Figuren zu betonen. „Die Zusammenarbeit mit den Schülerinnen war sehr konstruktiv, zielgerichtet und sehr sympathisch – man hätte bei so viel Professionalität fast vergessen, dass es noch Schülerinnen sind“, so Zurhausen lachend. Die Leiterin des Bildungsgangs Kosmetik, Corinna Schlack, konnte nur beipflichten: „Wenn man bedenkt, dass alle Schülerinnen das Schminken mit einem eigenen Pinselset durchführten, immer motiviert waren und auch in schwierigen Momenten gute Laune mitbrachten, dann kann man bei dieser Kooperation nur von einem vollen Erfolg sprechen.“

Ergänzend führte Beke Essmann aus, dass im Bildungsgang sehr viel Wert auf die praktische Anwendung gelegt wird. „Einen schöneren Lernanlass kann man den Klassen gar nicht bieten. Nur durch konkrete Aufträge können wir den Schülerinnen Erfahrungen geben, die ihnen im späteren Berufsleben nur helfen können“, warb Essmann für weitere Einsätze ihrer engagierten Kosmetik-Damen und wurde von ihrer Schülerin Loreen Valle Salces unterstützt: „Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit der gesamten Klasse zu arbeiten, vor allem, weil man seine Arbeit durch den Applaus der Zuschauer und das Lob der teils sehr jungen Schauspieler gewürdigt bekam.“

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