Bottrop in Europa – BKB als Teil von Erasmus+

Nicht erst seit der Zertifizierung als Europaschule sieht sich das Berufskolleg Bottrop als aktives Element gemeinsamer, europäischer Vernetzung an. Dazu nimmt das BKB regelmäßig an Projekten teil, im Rahmen derer Lehrer und Schüler mit Partnern aus unterschiedlichen EU-Ländern zusammengeführt werden, um aktuelle Themen abseits des Regelstundenplanes zu erarbeiten. Ein Beispiel dafür ist das sich mittlerweile im zweiten Jahr befindliche Erasmus+ Projekt „Creative entrepreneurship in the field of leisure activities in a European context“, für das sich im Februar 2018 eine Bottroper Expedition auf den winterlichen Weg nach Bratislava machte.

In der Hauptstadt der Slowakei warteten dann auch die Partner der dritten, teilnehmenden Schule aus Barcelona. Bestandteil des Arbeitstreffens war die Weiterarbeit an den fiktiven, aber sehr kreativen Unternehmensgründungen aus dem Bereich „Freizeitökonomie“. Dazu mussten die teilnehmenden BKB-Schülerinnen und Schüler aus den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung (2W16/17) und Gesundheit und Soziales (2G16/17) die fünf gegründeten Unternehmen weiterentwickeln. Schüler Mathias Mobers fasste die Arbeitsphase wie folgt zusammen: „Es waren interessante Tage in Bratislava, da man sehen konnte, wie weit sich die Unternehmen vom letzten Jahr entwickelt hatten.“ Dabei soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass bereits am BKB in zahlreichen Sitzungen zusätzlich zum regulären Unterricht z. B. eine genauere Analyse der Zielgruppen von den Schülern vorgenommen werden musste.

Die konkrete Weiterentwicklung der so klangvollen Unternehmen wie „Fairytale World“, „Mosaic Maze“, „Momo’s Up“, „Invima“ und „Brave Maze“ wurde bspw. durch einen IBM-Workshop unterstützt, aus dem die Schüler nicht nur Kommunikationstools mitnehmen konnten. Vor allem der Ausbau der englischen Sprache stand im Vordergrund, da insbesondere die Slowakisch-Kenntnisse auch bei den Bottroper Lehrern zu wünschen übrigließen. Zusätzlich zur Projektarbeit lernten die insgesamt 30 Schülerinnen und Schüler das slowakische Schulleben, typisch slowakische Gerichte und Tänze und Bratislava selbst bei einer Stadtbesichtigung im Schnee kennen. So stellte Schüler Robert Pankratz zufrieden fest: „Tolle Zeit mit tollen Menschen. Es ist schön, wie sich über die gesamte Projektdauer Freundschaften gebildet haben, die über das Projekt hinaus Bestand haben werden.“

Krönender Abschluss waren die Präsentationen der konkreten Werbestrategien für die neu gegründeten Unternehmen vor größerem Publikum auf Englisch – für nicht wenige ein Grund für Lampenfieber, welches aber letztendlich unbegründet war: Sowohl die begleitenden Lehrer Corinna Krüger, Matthias Siebert und Petra Wendt als auch die Kollegen aus Barcelona und Bratislava waren hochzufrieden mit den Ergebnissen ihrer Schülerinnen und Schüler. „Die Schüler haben mit viel Spaß und trotzdem hochkonzentriert zusammengearbeitet und dabei tolle Ergebnisse erzielt“, darin waren sich alle drei begleitenden Lehrer einig. BKB-EU-Teamsprecherin Regina Grothoff fasste nach der Ankunft der BKB-Reise-Arbeitsgruppe abschließend zusammen: „Trotz der Mehrarbeit kann man sagen, dass sich die Arbeit mehr als gelohnt hat: Wo sonst können Schüler unterschiedlicher europäischer Länder so kreativ und intensiv zusammen arbeiten, neue Kulturen kennenlernen, ihre Sprachkenntnisse verbessern und langfristig internationale Freundschaften schließen?“

Übrigens: Für das dritte und letzte Projektjahr 2018/19 werden noch Schüler gesucht, die Interesse an einer Mitarbeit im Projekt und an der Vorbereitung des abschließenden Schüler-Lehrer Projekttreffens im Frühjahr 2019 in Bottrop haben. Jeder teilnehmende Schüler erhält ein Zertifikat des BKB über die Teilnahme am Projekt.

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