1G-Schüler absolvieren Kombi-Praktikum an Universität und im Betrieb

In der Woche vor den Sommerferien und in der ersten Woche der Sommerferien nahmen die Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit an einem Angebot der Universität Duisburg Essen teil: dem zweiwöchigen dualen Orientierungspraktikum, kurz DOP.

In einer ersten Einführungsveranstaltung des Akademischen Beratungs-Zentrums über die gesamte Angebotspalette zu Studium und Beruf wurde der Unterschied zwischen Vorlesungen und Seminaren genauso erläutert wie die Kürzel „c.t.“ und „s.t.“. Eine Vorlesung, die mit 9 Uhr c. t. (lat.: cum tempore ‚mit Zeit‘) angegeben ist, fängt tatsächlich erst um 9:15 Uhr an. Falls eine Veranstaltung um 9:00 Uhr beginnen soll, wird die Uhrzeit üblicherweise mit 9 Uhr s. t. (lat.: sine tempore ‚ohne Zeit‘) angegeben. „Diese Infos waren wichtig, damit unsere Schüler im Anschluss selbstständig Veranstaltungen aus dem Schülervorlesungsverzeichnis auswählen und sich ihren Wunsch-Stundenplan erstellen konnten“, erläutert Nina Pöppelmann, Bildungsgangleiterin des Gesundheits-Gymnasiums am BKB.

Nachdem alle Schüler vor dem Start des Praktikums eine Rückmeldung zu ihrem individuellen Plan erhalten hatten, durften sie nun an den Veranstaltungen teilnehmen. Sophie Tschamler und Julia Claßen saßen zwischen den Medizinstudenten und hörten sich z.B. Vorlesungen aus dem Bereich Kinderheilkunde und Pathologie an. Rebecca Luerweg entschied sich für die Psychologie-Vorlesungen. Im Anschluss an die Studienwoche hospitierten die Schüler eine weitere Woche in dem entsprechenden Arbeitsfeld in einem Betrieb, um die berufliche Praxis näher kennen zu lernen. Am Ende erhielten die Gymnasiasten ein Zertifikat über die Teilnahme.

„Wir haben uns für Veranstaltungen an der Medizinischen Fakultät angemeldet und sind froh, dass wir die Möglichkeit bekommen haben einen Einblick in Vorlesungen, die teilweise ziemlich überfüllt waren und das Studentenleben zu bekommen. Manchmal kamen uns sogar Inhalte der Vorlesung aus unserem LK Gesundheit bekannt vor“, berichten Kathy Bockholt und Anna-Lena Morawitz. Rebecca Luerweg äußert sich ebenso sehr zufrieden: „Ich habe mich für Veranstaltungen aus dem Bereich „Soziale Arbeit“ und „Psychologie“ angemeldet, weil mir der Psychologieunterricht viel Spaß macht und ich mich dafür interessiere. Während meines Praktikums im AWO-Haus habe ich mit minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen gearbeitet und sie bei Behördengängen oder Arztbesuchen betreut. Es war für mich eine sehr bereichernde Erfahrung, die dazu geführt hat, dass ich mir ein Studium der Sozialen Arbeit jetzt noch besser vorstellen kann.“

Auch Nina Pöppelmann zieht ein positives Fazit: „Durch dieses Angebot der Uni Duisburg Essen konnten wir die Schülerinnen und Schüler in ihrem Berufswahlprozess weiter unterstützen. Durch die beiden Bausteine - Praktikum in der Uni und im Betrieb -haben sie sich direkt mit der wichtigen Frage beschäftigt, was sie nach dem Studium in den einzelnen Fachrichtungen konkret machen können. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings: Das Interesse unserer Schüler an Veranstaltungen der Medizinischen Fakultät war so groß, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten.“

zurück zu den aktuellen Nachrichten