Traumberuf Polizist/in – Hauptkommissarinnen informierten am Berufskolleg

Zurzeit steht eine Ausbildung bei der Polizei bei vielen Schülern und Schülerinnen ganz weit oben auf der Liste der Wunschberufe. Daher hat das Kooperationsteam die Verantwortlichen für die Personalwerbung der Polizei Recklinghausen und Gelsenkirchen, Eva Schulz und Fabienne Kroos, zu einer Informationsveranstaltung über die Ausbildungsvoraussetzungen und -inhalte bei der Polizei ans BKB eingeladen. 

Die Veranstaltung richtete sich ausdrücklich nicht nur an Schülerinnen und Schüler der (Fach-)Abiturbildungsgänge. Es waren auch durchaus Interessenten angesprochen, die noch einen längeren Weg bis zum benötigten Schulabschluss vor sich haben. „Wir hatten zwar schon mit vielen Teilnehmern gerechnet, aber die tatsächliche Resonanz hat uns letztendlich doch sehr überrascht“, so Dr. Ulrike Ufer, die die Veranstaltung maßgeblich organisiert hat. Am Ende lagen mehr als 90 Anmeldungen vor, so dass die Veranstaltung im Lichthof abgehalten werden musste, um allen Platz zu bieten. 

Die Schülerinnen und Schüler erfuhren bei dem knapp 90-minütigen Vortrag zunächst, wie das Einstellungsverfahren bei der Polizei abläuft und welche Voraussetzungen man erfüllen muss, um angenommen zu werden. Diese reichen von körperlichen und gesundheitlichen Anforderungen wie Mindestgröße oder Sehkraft bis hin zu Stressresistenz, Allgemeinwissen und Fitness. „Im letzten Jahr sind über 10 % der Abiturienten alleine am Rechtschreibetest gescheitert“, erläuterte Polizeihauptkommissarin Eva Schulz und hatte auch gleich einen Tipp für die Vorbereitung auf den Sporttest: „Mindestens 3 Stunden Sport pro Woche – Schulsport zählt nicht dazu!“ Mit Sport, so führte sie weiter aus, sei übrigens Ausdauersport gemeint. Krafttraining sei leider wenig hilfreich. Dies führte zu ersten enttäuschten Gesichtern unter den Zuhörern. 

Im Anschluss an das Auswahlverfahren schilderte Eva Schulz den Ablauf der Ausbildung bei der Polizei. Auch mögliche Einsatzbereiche nach der Ausbildung sowie mittelfristige Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten wurden thematisiert. Von besonderem Interesse dürfte für viele Zuhörer die Möglichkeit gewesen sein, ein Schulpraktikum bei der Polizei zu absolvieren – frühzeitige Anmeldung vorausgesetzt. Fabienne Kroos, die als Leiterin einer Hundertschaft in ihrer Einsatzkleidung erschienen war, gab Einblicke in die berufliche Praxis, indem sie unter anderem die einzelnen Bestandteile ihrer Ausrüstung erläuterte. 

Die Teilnehmer hatten zudem jederzeit die Möglichkeit, Fragen zu stellen, was auch rege in Anspruch genommen wurde. Von besonderem Interesse waren dabei weitere mögliche Einstellungshemmnisse (z.B. Tattoos), aber auch genauere Informationen zum Schießtraining oder die Erläuterung der Rangabzeichen auf den Uniformen. 

Am Ende der Veranstaltung zeigte ein kurzer Werbefilm den Ablauf der Polizeiausbildung noch einmal auf sehr anschauliche Art und Weise. Und spätestens dann konnten zahlreiche Zuhörer dem Motto der Bewerberkampagne zustimmen: „Polizei – Genau mein Fall!“ 

Von der Polizei gab es übrigens im Anschluss ein großes Lob an die Schülerinnen und Schüler: „So ruhige und disziplinierte Zuhörer haben wir bei so einer Gruppengröße nur selten erlebt!“ freute sich Eva Schulz. Und auch Rainer Herlinger, der die Veranstaltung mit betreut hat, zog ebenfalls ein positives Fazit: „Wir haben mit dem Thema genau den Nerv der Zeit getroffen. Das wollen wir im nächsten Jahr unbedingt wiederholen!“

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