Schach im Sportunterricht

Die durch die Sperrung der Sporthalle entstandene außergewöhnliche Unterrichtssituation erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und Kreativität unter den Sportkollegen. Norbert Walach, Sportlehrer und passionierter Schachspieler, eröffnete seinen Klassen des Bereichs Metalltechnik die Option, die Grundlagen des Schachspiels zu erlernen.

„Zunächst wurde von einigen Schülern der Vorschlag belächelt, weil die Einsicht fehlte, das Schachspiel als eine Sportdisziplin anzuerkennen“, so Walach. „Aber als ich erwähnte, dass ich zu meiner Studienzeit Mannschaftsspieler war und für meine Erfolge als Sportler des Jahres vom Bürgermeister der Stadt Korbach mehrmals geehrt wurde, konnte ich die Schüler überzeugen.“

Natürlich hatte auch Walach Zweifel, ob der Denksport den Drang nach Bewegung kompensieren könne, seine bisherigen Unterrichtserlebnisse jedoch sind komplett positiv: „Die meisten Schüler erlernten sehr schnell die Regeln des Spiels und wie man mit bestimmten Figuren den gegnerischen König mattsetzt. Besonders angenehm im Vergleich zum normalen Schulsport ist die himmlische Ruhe und Disziplin, wenn die Spieler konzentriert vor ihren Brettern sitzen und über den nächsten Zug nachdenken. So macht Unterricht richtig Spaß,“ freut sich Norbert Walach. „Ich bin mittlerweile sogar der Ansicht, dass man darüber nachdenken sollte, Schach als Unterrichtsfach einzuführen. Konzentration, logisches und vorausschauendes Denken, Ausdauer und Kombinatorik sind Eigenschaften, die nicht nur ein guter Schachspieler braucht, sondern auch für jeden Unterricht wünschenswert sind.“

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