Europa erleben: Erasmus+ Schulpartnerschaft

Um das Thema „Kreative Unternehmensgründungen im Freizeitbereich“ drehte sich auch im dritten Projektjahr alles beim Projekttreffen am Berufskolleg der Stadt Bottrop mit 40 Schülern und Lehrern aus Bratislava, Barcelona und Bottrop – deshalb, mit einem leichten Schmunzeln, von den Beteiligten auch „BBB Erasmus+“ genannt. Das Thema des Projekts, welches nach 3 Jahren Projektlaufzeit in diesem Schuljahr zu Ende geht, waren von den internationalen Schülergruppen selbst gegründete Unternehmen im Freizeitbereich: Brave Maze, Invima, Momo’s Up, Fairytale World und Mosaic Maze. So kann man im Braze Maze zum Beispiel Überraschungen in einem Horror-Irrgarten erleben, Invima bietet als Park Abenteuer, die auch Menschen mit Beeinträchtigungen real oder virtuell erleben können, und Fairytale World ist ein Themenpark zu Märchen und Kultur in den drei beteiligten Ländern.

Nachdem Schüler aus den Höheren Berufsfachschulen Wirtschaft sowie Gesundheit und Soziales im 1. und 2. Jahr mit der Gründung, dem Business-Konzept und dem Marketing, u. a. in sozialen Netzwerken beschäftigt waren, ging es nun im 3. Jahr um die Entscheidung über eine Eröffnungs-Location und die Planung einer Eröffnungsveranstaltung. Die Vorarbeit dazu wurde in zahlreichen Sitzungen zusätzlich zum Unterricht geleistet. In ihren internationalen Teams verglichen die Teilnehmer zunächst Ergebnisse einer selbst durchgeführten Umfrage, um zu entscheiden, in welchem Land bzw. an welchem Standort das Unternehmen die größten Erfolgsaussichten hätte.

Dann hatten sie die Aufgabe, Merchandising-Giveaways, die sie bereits erstellt hatten, zu präsentieren und eine Eröffnungsveranstaltung für ihr Unternehmen zu planen. Nervosität und Lampenfieber kamen nicht nur kurz vor den Abschlusspräsentationen auf, sondern auch, als die Schülergruppen in der Bottroper Kulturwerkstatt mit Hilfe der Greenscreen-Technik einen kurzen Werbeclip zur Eröffnung ihres Unternehmens drehen sollten. Beides haben aber alle Gruppen hervorragend gemeistert.

Auch andere Schüler unserer Schule waren an der Planung und Ausführung des Treffens beteiligt, so hielten z. B. drei unserer Groß- und Außenhändler, die ihre Ausbildung bei „Brabus“ absolvieren, vor der Planung der Eröffnungsveranstaltung einen Impulsvortrag zum Thema Eventmanagement aus ihrer Expertensicht. Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft wiederum betreuten die Teamspiele, bei denen sich die Schülergruppen aus den drei Ländern kennenlernen konnten.

Auch das Programm außerhalb der Projektarbeit war stark vom Thema „Freizeit“ geprägt: Der Besuch von Escape-Rooms in Essen stand genauso auf dem Programm wie ein Besuch der aktuellen Ausstellung im Gasometer Oberhausen. Dort konnten die internationalen Besucher ganz nebenbei noch einiges Wissenswerte zum Strukturwandel im Ruhrgebiet lernen – von Kohle und Stahl zur Freizeitregion – und danach mit ihren internationalen Schulkollegen noch das Centro besuchen. Ein gemeinsames Erlebnis, das zusammenschweißte, wie auch Schüler Mohammed Zibar fand: „Ich fand gut, dass die ganze Zeit Englisch gesprochen wurde und man viele Freundschaften geschlossen hat. Für die nächsten Ferien haben wir schon verabredet, uns zu treffen!“

Die betreuenden Lehrerinnen und Lehrer Regina Grothoff, Corinna Mündemann, Matthias Siebert und Petra Wendt stellten erneut fest, dass das Besondere an solchen Treffen eigentlich wie immer der persönliche Kontakt ist und man sich als Lehrkraft darüber freuen kann, wie schnell doch Freundschaften entstehen, selbst wenn man sich vorher nicht persönlich kannte. Als Fazit zog Lehrerin Regina Grothoff: „Die internationalen Erfahrungen und persönlichen Kontakte bei diesen Projekttreffen sind unbezahlbar und prägen einen auch persönlich sehr. Deshalb wird am Erasmus+ Antrag für das nächste Projekt auch schon gearbeitet - dann sollen noch Partnerschulen aus Tschechien, den Niederlanden und Schweden dazu kommen! Teilnehmer sind herzlich willkommen!“

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