Ein „Friday for Future“ am Berufskolleg: Energietechnische Assistenten schulen Gesamtschüler zum Thema Regenerative Energien

Während die „Fridays für Future“-Demonstrationen derzeit kontrovers diskutiert werden, nutzten 28 Schüler der Evangelischen Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck unter dem Motto „Energiewende am BKB - Schauen, Staunen, Mitmachen“ einen ereignisreichen und höchst informativen Freitag, um sich rund um das Thema Regenerative Energien fortzubilden. „Es ist Teil unseres Beitrags beim RWE Energiewettbewerb, möglichst viele Menschen für das Thema Alternative Energien zu begeistern und zum Energiesparen zu motivieren“, so Rainer von Groddeck, der mit Schülern und Fachlehrern des Bildungsgangs Energietechnische Assistenten ein abwechslungsreiches Programm für die 9.-Klässler auf die Beine gestellt hatte. 

Gleich im ersten Workshop waren die Gäste voll unter Strom: gemeinsam mit Bildungsgangleiter Jan van Holt wurden Solarzellen angeschlossen und durchgemessen. De alternativ gewonnene Energie wurde sogleich an der Popcornmaschine in umweltfreundliches Popcorn umgesetzt. 

Anschließend ging es gemeinsam ins neu eingerichtete Energiemuseum. An vier Themenständen informierten sich die Gäste über Windenergie, Photovoltaik, Bioenergie und Energie allgemein. „Den größten Ansturm gab es auf den Themenstand Bioenergie. Hier wurde Alkohol hergestellt, mit dem hinterher eine Brennstoffzelle angetrieben wurde“, berichtet Rainer von Groddeck. Viel Lob bekam auch das von den Energietechnischen Assistenten gebaute Modell eines Vergnügungsparks, der auf drei Arten mit Strom versorgt wird: ein mit fossiler Energie betriebenes Kraftwerk, eines mit Photovoltaik und eines mit Muskelkraft. Hierzu stand ein Heimtrainer parat, über den die Gäste abwechselnd Energie spenden konnten, um die verschiedenen Attraktionen ans Laufen zu bringen. 

Im weiteren Verlauf des Energietages konnten sich die Besucher an mehreren PCs spielerisch noch einmal mit der komplexen Thematik auseinandersetzen. In einem Adventure-Spiel mussten kniffelige Rätsel zum Thema Energiesparen gelöst werden, um ans Ziel zu gelangen. Anschließend wurden im Energielabor weitere Versuche zum Thema Photovoltaik und Brennstoffzellen durchgeführt. 

„Ich fand die Workshops sehr cool. Alles wurde mir super erklärt. Am besten fand ich das Modell mit dem Freizeitpark“, so Gesamtschüler Nico. Auch die Mädchen waren begeistert: „Mir hat der Tag sehr geholfen, da ich mich sehr für die Umwelt, aber auch für Technik interessiere“, erzählt Mina. Rainer von Groddeck hofft natürlich von dem positiven Feedback zu profitieren und die Chancen im Energiewettbewerb zu steigern: „Mit einer Sieg-Prämie könnten wir unser Museum erweitern und viele weitere Schulklassen von regenerativen Energien und einem sparsamen Umgang mit Energien überzeugen. Gute Ideen haben wir hierfür bereits in der Schublade.“

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