Fußballturnier am Berufskolleg: Lehrerinnen unterliegen knapp gegen Vorjahressiegerinnen 1G/1W17A

Das traditionelle Hallen-Fußballturnier „Jugend hilft Jugendhilfe“ am Berufskolleg musste in diesem Jahr aufgrund der umfangreichen Renovierungsarbeiten an der Sporthalle abgesagt werden. Um der großen Fußballbegeisterung der BKB-Schülerschaft dennoch genüge zu leisten, organisierten die Verantwortlichen um OK-Chef Rolf Briele kurz vor Schuljahresende eine zweitägige, abgespeckte Open-Air-Variante auf der Spiel- und Sportanlage Jacobi im Fuhlenbrock.  

Das Starterfeld umfasste rund 40 Klassenteams, die auf vier Kleinfeldern zunächst in Gruppen um das Weiterkommen und anschließend in KO-Spielen um die BKB-Krone kämpften. „Leider“, schmunzelte Schulleiter Guido Tewes bei der Siegerehrung - und richtete seinen Blick dabei auf die vielen abgekämpften Schülerinnen und Schüler, „gibt es immer eine Mannschaft, die besser ist als die anderen.“ 

Bei den Mädchen war diese eine Mannschaft die 1G/1W17A, die ihren Vorjahres-Triumph wiederholen konnte. Das Nonplusultra-Team im Jungen-Contest war heuer die 4W18A. Mit Hochgeschwindigkeitsfußball und etlichen Traumtoren ließ die 4W ihren Gegnern kaum eine Chance. Sogar das Finale gegen die stark aufspielende 5Q18A konnte das Team von Klassenlehrerin Jenny Rose deutlich mit 4:1 für sich entscheiden. Besonders treffsicher zeigten sich Zabi Achmad, Okan Al und Delal Günes. Letzterer erzielte alle Tore im Endspiel. Auch Wajid Hashimi, Joey Horn und Evangelos Akrivos verdienten sich Bestnoten für ihre Defensiv- und Spielaufbauleistungen. 

Platz zwei ging an die 5Q18A, bei denen Goalgetter Laith Almasri herausstechen konnte – zum Leidwesen der Lehrermannschaft. Diese überstand die Gruppenphase mit weißer Weste und hatte mit Torwart-Debütant Alexander Will einen sicheren Rückhalt und in Markus Heimann und Thomas End mit je drei Toren ihre treffsichersten Spieler, im Viertelfinale mussten sie jedoch nach zwei Sololäufen von ebendiesem Laith „Knipser“ Almasri die Segel streichen. „Manche Jungs sind einfach zu schnell für uns“, musste sich die Altherren-Pädagogen eingestehen. 

Die Lehrerinnen machten es besser als ihre männlichen Kollegen und zogen dank Torhüterin Lisa Leuker ohne Gegentor ins Finale ein. Das Offensiv-Duo Marlies Winkel und Henriette Rohn knipste nach Belieben, Anja Schweer organisierte die Defensive und Anna Dosoruth-Lück übernahm die Rolle der einsatzfreudigen Dauerläuferin im Mittelfeld. Doch auch für die Damen war schließlich die Jugend zu forsch – das 1W/1I-Gymnasiastinnen-Team mit ihrem Kreativ-Zwillingsduo Lea und Sophie Tschamler behielt im Finale knapp mit 1:0 die Oberhand und bejubelte bei der zweiten Turnierteilnahme bereits den zweiten Turniersieg. 

Zwar regierte zwei Tage lang König Fußball, die Organisatoren nutzten jedoch auch die hervorragenden Bedingungen auf der Fuhlenbrocker Sportanlage und stellten ein buntes Bewegungsangebot für alle Nicht-Kicker zur Verfügung. Auf der Beachvolleyball-Anlage spielten acht Klassen unter der Leitung von Hansi Malyga einen Sieger aus. Viele Schüler und Lehrer nutzten die Tischtennisplatten oder Freizeitsport-Materialien wie Boulekugeln und Croquet. Mirsada Hoffmann-Kovac und Mitglieder ihrer „Bosnienhilfe Blau Weiß Fuhlenbrock“ übernahmen Großteile des Caterings, etliche Schülerinnen und Schüler wie Lehrerinnen und Lehrer unterstützten das Organisationskomitee, halfen beim Auf- und Abbau oder sprangen spontan als Schiedsrichter ein. 

„Diese Sommervariante war auch dank des tollen Wetters ein rundum gelungenes Sportfest. Die überschüssigen Einnahmen werden in diesem Jahr an die Jugendhilfe, den Förderverein sowie unseren Turnier-Kooperationspartner Bosnienhilfe Blau Weiß Fuhlenbrock gespendet“, sagte Rolf Briele und dankte allen Helfern für ihren Einsatz und Sportlern für ihr faires und engagiertes Auftreten. Und unter Euphorie-Einfluss ließ  Turniersprecher Stefan Weyers seinen Gedanken freien Lauf: „Warum soll das Sommerturnier eine Eintagsfliege bleiben? Warum nicht jedes Jahr ein Hallen- und ein Open-Air-Spektakel?“

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