München in Modulen - Studienfahrt der gymnasialen Oberstufe

Sehr zur Freude von Schulleiter Guido Tewes, einem anerkannten Bayern-Sympathisanten, ging die diesjährige Studienfahrt der Jahrgangsstufe 13 des Beruflichen Gymnasiums in die Landeshauptstadt der Lederhosen und Dirndl. Allerdings stand für die 50 Schülerinnen und Schüler der Klassen 1G17A (Gesundheit), 1I17A (Informatik) und 1W17A (Wirtschaft) nicht der Besuch des Oktoberfestes auf dem fünftägigen Wochenplan, sondern ein deutlich abwechslungsreicheres und individuelleres Programm auf der Kultur- und Studienkarte. „Unser Ziel war es, unseren Schülerinnen und Schülern möglichst viele Optionen zu geben, gemäß ihrer Interessen diese tolle Stadt zu erleben“, erklärt die Jahrgangsstufenleiterin der 1G17A, Nina Pöppelmann, die Grundidee des „modularen Münchens“.

Gemeinsam mit ihren Klassenlehrerkollegen Martin Henke und Stefan Weyers sowie Fachlehrerin Henriette Rohn hatte sie für die jeweiligen Tage verschiedene, von den Schülern frei wählbare Module zusammengestellt. So ging es am Dienstagvormittag entweder ins Deutsche Museum, in den altehrwürdigen Olympiapark oder zum herrschaftlichen Schloss Nymphenburg. Nachmittags stand für die entspannten Bummler ein Spaziergang im Englischen Garten oder für die Sportfans eine Führung in der Allianz-Arena auf der kulturellen Tagesordnung. Für besondere Freude sorgte hier die Umkleide der Bayern-Stars, wohingegen sich Schalke-Fan Yannick Buschfort aus der 1W17A vor allem über die Aussage freute, dass der Einlauftunnel der Bayern nicht an den der Schalker herankomme… Derartige Worte bestätigten dann auch seinen Klassenlehrer Stefan Weyers, dass das gewählte Konzept ankommt: „Wir haben bei der Planung die Vorschläge der Klassen stark berücksichtigt. So eine Fahrt soll schließlich nicht den Lehrern, sondern den Schülerinnen und Schülern Spaß machen.“

Mittwochs rief am Morgen eine Führung in den Bavaria-Filmstudios, in der aktuelle und alte Kulissen von Filmklassikern wie „Das Boot“ oder eine Vorführung vor dem Greenscreen warteten. Den Nachmittag verbrachten die Autokenner in der BMW-Welt und schauten sich die zukünftigen Dienstwagen nach den bestandenen Abiprüfungen an. Für die Sportfans ging es an den nahegelegen Chiemsee, wo Stand-Up-Paddling und Sonnenbaden auf dem Sportprogramm stand - Sonnenbrand inklusive, denn das Wetter spielte fast immer mit. Einzig die intensive und beklemmende Begehung des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau wurde von Regen begleitet - ein Wetter, das zur erlebten Geschichte passte. "Bei allem Klassenfahrtspaß war uns wichtig, dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte nicht auszulassen - gerade auch aufgrund der Bedeutung des Großraums München während der NS-Diktatur", so Martin Henke, der das positive Feedback der Schülerinnen und Schüler an den exzellenten Referenten weitergab.

Neben Kultur, Sport und Geschichte stand das Erkunden der bayerischen Landeshauptstadt im Mittelpunkt. Dem stand dank ausgeruhter Klassen aufgrund eines gut gelegenen und frisch renovierten Hotels nichts im Wege. Ein gemeinsamer Ausklang im Restaurant sowie die Begutachtung der hochtalentierten Tanzeigenschaften des Lehrpersonals rundeten die gelungene Fahrt für die Schülerinnen und Schüler ab. 1I-Schülerin Julia van der Grinten fasste treffend zusammen: „Das war super!“ Auch Henriette Rohn zog ein positives Fazit, nachdem die niederländische Busfahrerin Linda, die mit Akzent und Fahrkunst überzeugte, alle wohlbehalten am BKB abgesetzt hatte: „Wir Lehrer hatten eine sehr spaßige und vor allem entspannte Fahrt. Alle waren zufrieden, so soll es sein!“

zurück zu den aktuellen Nachrichten