Schule 4.0 – Digitales Lernen am BKB am Beispiel des Wirtschaftsgymnasiums

Bildungspakt, Digitalpakt und Co. – Große Worte und Ankündigungen seitens der Politik, die alle eines gemeinsam haben: Bis zur Umsetzung vergehen Jahre. So lange möchte das BKB aber nicht warten. Zum Beispiel haben die Verantwortlichen der neuen Unterstufe des Beruflichen Gymnasiums mit Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung am Berufskolleg der Stadt Bottrop viel investiert und vorbereitet, um ihre Schülerinnen und Schüler auch verstärkt digital zu fördern. So heißt, wie in vielen anderen kaufmännischen Bildungsgängen am BKB, neben BWL, VWL und Englisch nun zusätzlich: Padlet, moodle, AppleTV und Co.

„Natürlich haben wir am BKB schon immer viel Wert auf modernes und medial-digitales Arbeiten gelegt, aber die Corona-Pandemie hat uns am Wirtschaftsgymnasium noch einmal sensibilisiert, digitale Plattformen vermehrt in unseren täglichen Unterricht zu implementieren“, erläutert Bildungsgangleiter Stefan Weyers den Grundgedanken. So nutzt Weyers beispielsweise für die Informationsweitergabe die Plattform „padlet". „In unserem Klassenpadlet sind passwortgeschützt alle wichtigen Informationen, also Klausurtermine, Kontaktdaten, Formulare für unsere Eltern und vieles mehr. Dank einer App können wir die Infos immer abrufen, auch wenn wir mal einen Zettel verlieren", erzählt Schüler Oliver Fröhlich. Klassenlehrer Stefan Weyers ergänzt: „Es war noch nie so einfach, schnell Informationen für alle verfügbar zu machen.

Bereits während des Corona-bedingten Lockdowns hat sich die Lernplattform moodle als umfassendes Instrument für alle BKB-Bildungsgänge erwiesen, um Materialien bereitzustellen, Aufgaben zu verteilen und Lösungen zu bewerten. Zu diesem Schuljahr wurde von den DV-Lehrern des BKB die Videokonferenzplattform „Jitsi" integriert. „Falls ein erneuter Lockdown kommen sollte, sich Schülerinnen und Schüler in Quarantäne befinden oder ein Vorstellungsgespräch haben, können sie trotzdem beschult werden und verpassen nichts", erklärt Moritz Michalowsky, Bereichsleiter des Beruflichen Gymnasiums, die Vorteile von moodle für die gesamte BKB-Schülerschaft. Auf Wunsch der Kollegen und um die Zugänglichkeit für die Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen, gibt es nun für jedes Fach einen eigenen moodle-Kurs. „Mittlerweile ist es Routine, bei moodle unsere Lösungen hochzuladen, Skripte zu lesen oder Links zu weiterführenden Websites und Lernvideos zu nutzen", äußert sich 1W20A-Schülerin Ferda Aksoy begeistert. Ihre Mitschülerin Lea Pietzka ergänzt: „Dank der Einführung und Vorstellung aller Plattformen direkt während unserer 1W-Orientierungstage waren wir sofort dabei und fühlen uns super informiert und abgesichert.“

Apropos Sicherung: 1W20A-Klassenlehrer Stefan Weyers nutzt wie viele weitere Kolleginnen und Kollegen ein Tablet, das die Ergebnisse, Aufgaben, Zusammenfassungen und Gedankengänge sofort per AppleTV oder Chromecast via Beamer projiziert. „Markierungen, Randbemerkungen und Co. kann ich nun visuell viel ansprechender und transparenter für die Schüler zeigen. Zudem bietet sich die Möglichkeit am Ende der Stunde alle Lösungen, Zusammenfassungen, Listen usw. per PDF in den moodle-Kurs zu stellen. So können alle darauf zugreifen, auch zur Wiederholung vor Klausuren“, so Weyers, der dadurch Tafelanschriebe oder OHP-Folien aus seinem Deutschunterricht weitestgehend verbannt hat. Bis der Unterricht komplett papierlos läuft, dürfte es zwar noch ein wenig dauern, aber erste große Schritte sind getan. Auch die Schüler seiner Klasse nutzen vermehrt das Tablet für eigene Aufzeichnungen, aber auch Präsentationen. „Mein Tablet dient mir als Karteikarte und als Speichergerät", erklärt Schülerin Paula Dommermuth. „Zudem fotografiere ich Arbeitsblätter ab und kann Kernaussagen markieren oder direkt daneben die Aufgaben bearbeiten. Ich bin so besser strukturiert.“

Bereichsleiter Moritz Michalowsky, selbst BWL-Lehrer der Klasse, ist von Schule 4.0 so oder so überzeugt: „Natürlich bereiten wir uns damit auch auf alle Eventualitäten vor, aber in erster Linie steht modernes Arbeiten in der Schule vor allen Absicherungsgedanken. Der heutige Arbeitsmarkt verlangt den Umgang mit digitalen Endgeräten und medial-kommunikative Kompetenzen – wir als Berufliches Gymnasium am Berufskolleg der Stadt Bottrop wollen wie alle anderen Bildungsgänge auch für unsere Schüler die bestmögliche Vorbereitung anbieten. Und das nicht nur im Wirtschaftsgymnasium, sondern auch in den Klassen des Beruflichen Gymnasiums mit den Schwerpunkten Gesundheit und Informatik.“

Digitalisierung am BKB: 

Nicht nur im Beruflichen Gymnasium, sondern mittlerweile in allen Bildungsgängen ist „moodle“ als Lern- und Arbeitsplattform implementiert. Wichtige Informationen können so über Klassenlehrerkurse in „moodle“ weitergegeben werden. Die Videoplattform „Jitsi“ sowie das Schulinformationssystem „TIM“, das elektronische Klassenbuch „KBO“ und viele weitere digitale Module sorgen für eine exzellente Vernetzung aller Kolleginnen und Kollegen mit den Schülerinnen und Schülern. Schulleiter Guido Tewes fasst die Anstrengungen wie folgt zusammen: „Praktikabel, rechtssicher, datenschutzkonform und vor allem benutzerorientiert: Wir sind mit unserem schulinternen Digitalpaket weit vorne dabei!“

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