Start in unruhigen Zeiten – Neue Referendare am BKB

Das Referendariat ist womöglich der Teil der Lehramtsausbildung, der bei angehenden Lehrerinnen und Lehrern die meisten schlaflosen Nächte, den größten Kaffeekonsum oder auch eine Vielzahl an Stress- und Drucksituationen hervorruft. Zusammengefasst ist das Referendariat also eine intensive Zeit, die aber auch auf die Jahre im Schuldienst vorbereitet. Worauf sich die drei neuen Referendare des BKB, Christine Arenskötter, Astrid Bolewski und Tobias Hellwig, aber nicht einstellen konnten, war, dass der Startschuss ihrer Vorbereitungszeit, der 1. Mai 2020, für ihren 18-monatigen Vorbereitungsdienst in Bottrop in die Corona-Zeit fiel und sie somit so gut wie gar keinen Unterricht sehen oder auch selbst durchführen konnten.

„Man kann schon von einem Start in unruhigen Zeiten sprechen, aber wir haben das Beste aus der Situation gemacht. Hospitieren, Kollegen kennenlernen und langsam in das System des BKB einzutauchen war auch nicht schlecht“, gewinnt Astrid Bolewski, 27 Jahre junge ehemalige Studentin der Universität Paderborn, der ungewohnten Situation Positives ab. In den Fächern Deutsch und kath. Religion unterrichtet sie im Moment in verschiedenen Bildungsgängen, um das breitgefächerte Bildungsangebot des Berufskollegs kennenzulernen. „Egal, wo ich unterrichte: Ich finde es toll, durch die Weitergabe von Bildung den Lebensweg von Schülerinnen und Schülern zu bereichern“, fasst sie zusammen, warum sie Lehrerin geworden ist. Etwas nüchterner umschreibt Tobias Hellwig, gebürtiger Bochumer, seinen Wunsch, im Bildungswesen zu arbeiten: „Ich erkläre gerne komplizierte Sachverhalte.“ Dass er damit in den Fächern Elektrotechnik und Informationstechnik recht viel zu tun habe, stellt Hellwig, 25 Jahre, im Anschluss lachend fest.

Ein wenig unproblematischer gestaltete sich die Eingewöhnung für die 24jährige Christine Arenskötter, die mit ihren Fächern Deutsch und Ernährung/Hauswirtschaft bereits seit 2018 am BKB ist. „Ich habe hier als Vertretungslehrkraft angefangen und bin nun sehr froh, mein Referendariat in einer vertrauten Umgebung zu absolvieren“, so Arenskötter, die vorwiegend im Bereich „Kosmetik, Service, Hauswirtschaft“ unterrichtet. Hier trifft sie auch häufig auf einen der drei Ausbildungskoordinatoren am BKB, Rolf Briele, der die Lehrerausbildung wie folgt zusammenfasst: „Gerade die Vielfalt unserer Bildungsgänge ist für unsere Referendare Chance und Herausforderung zugleich. Die vielen Facetten der einzelnen Klassen ermöglichen den kommenden Lehrkräften persönliche Vorlieben zu erkennen und daher eine frühe Schwerpunktbildung in ihrer Ausbildung. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle das Engagement des gesamten Kollegiums, das dem Nachwuchs trotz der schwierigen Situation interessante und lehrreiche Eindrücke in den zukünftigen Beruf ermöglichte."

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