30 Lehrer nutzen schulinternes Fortbildungsangebot „Digitale Medien“

Aus deutschen Supermärkten wohl bekannt ist das sogenannte Multibuy, kurz „Nimm drei, bezahl zwei.“ Die leicht abgewandelte Variante davon, „Wähle zwei aus drei“, verwendete das Unterrichtsentwicklungsteam unter Leitung von Marion Knuth, um einen nachmittäglichen Workshop rund um das Thema „Digitale Medien und ihre Nutzung im alltäglichen Unterricht“ anzubieten. 30 Kolleginnen und Kollegen des Berufskollegs der Stadt Bottrop nutzten dieses Angebot, um sich praktisch mit den Funktionsweisen von Padlet, LearningApps und Lernvideos auseinanderzusetzen. „Ziel unserer Medienhappen war es zu zeigen, wie einfach und schnell, nicht nur in Corona-Zeiten, Apps, Videos und Lernmodule erstellt werden können“, so Knuth, der vor allem der tägliche Anwendungscharakter der digitalen „Lernsnacks“ wichtig ist: „Davon profitieren sollen schließlich unsere Schülerinnen und Schüler.“

Im ersten Workshop von Sandra Tavilla stand das Tool „LearningApps.org“ im Vordergrund, mit dem ganz einfach interaktive Lernapps programmiert werden können. „Vom Quiz über das Zuordnen von Begriffen bis hin zum spielerischen Wortgitter stehen verschiedene Vorlagen bereit, die sich vor allem in Übungs- und Wiederholungsphasen des Unterrichts nutzen lassen“, so Tavilla, die vor allem von der permanenten Abrufbarkeit der Apps überzeugt ist: „Selbst auf dem Smartphone kann der Schüler üben. Damit sind wir am Puls der Zeit.“ Ihre Kollegen Pia Kreyerhoff und Florian Fuchs stellten die Plattform „Padlet.com“ vor, womit kurze Lerneinheiten mit interaktiven Funktionen aufbereitet werden können. „Es war spannend zu sehen, wie schnell Padlets zu den unterschiedlichsten Themen erarbeitet wurden. Wir konnten selbst richtig tolle Ideen mitnehmen“, zeigte sich das Duo von den Ergebnissen ihrer Kollegen begeistert.

Im dritten Workshop von Kirstin Haucke ging es um die Erstellung von Lernvideos. „Viele Schüler lernen, indem sie sich die Informationen mithilfe von verschiedenen Kanälen verinnerlichen. Dabei spielen Videos nicht erst seit YouTube-Tutorials eine wichtige Rolle“, erklärt Haucke die Bedeutung dieses Mediums in der heutigen Zeit. Um den Teilnehmern ihrer kurzen Intensivfortbildung die Technik des Erstellens von Lernvideos näherzubringen, nutzte sie das Programm „camtasia“. In einem eigens erstellten moodle-Kurs fanden sich Erklärvideos, Tipps und vieles mehr. „So kann man die Inhalte immer wieder nachschlagen und sich selbst weiterentwickeln“, fasst Haucke die nachhaltige Idee des Konzepts zusammen. Am Ende des arbeitsreichen Nachmittags hatten alle 30 teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen zwei Workshops besucht. Stellvertretend meinte Lehrer Udo Wegmann: „Auf so erfrischend aufbereitete Art und Weise die eigene Medienkompetenz zu erweitern hat richtig Spaß gemacht.“

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