Am BKB setzt man auf den eigenen Nachwuchs

Die Lehrerausbildung spielt am Berufskolleg eine wichtige Rolle. Regelmäßig werden junge Lehramtsanwärterinnen und -anwärter im Anschluss an die bestandene Staatsprüfung übernommen. Lisa Leuker, Corinna Mündemann, Pia Kreyerhoff, Florian Fuchs, Steffen Vinnemeier – die Liste der am BKB ausgebildeten Referendare mit anschließender Übernahme ist lang. Die Vorteile liegen laut Schulleiter Guido Tewes auf der Hand: „Sie kennen unser System, unsere Schülerschaft, das Kollegium – eine kurze Eingewöhnungszeit erhöht die Qualität des Unterrichts ungemein.“ Zum 1. November dürfen sich auch Kai Fota und Sebastian Mowka nicht mehr als Referendare, sondern als Kollegen bezeichnen lassen. Im Gespräch mit Stefan Weyers vom Öffentlichkeitsarbeitsteam erzählen  die beiden über Schule, Schalke und Spanisch.

Euer Start ins volle Lehrerleben fällt nicht nur mitten in die Corona-Pandemie, sondern auch mitten ins Schuljahr. Wie war der Beginn für euch?

Mowka: Nach der unterrichtspraktischen Prüfung habe ich direkt mit vielen Klassen weitergearbeitet, die ich vorher schon kannte. So gab es für mich einen reibungslosen Übergang ohne größere Startschwierigkeiten.

Fota: Dem kann ich mich nur anschließen. Doch auch zu den neuen Klassen habe ich schnell einen Draht gefunden. Die Jungs aus dem technischen Bereich sind da sehr bodenständig und kommunikativ.

Worauf achtet ihr in eurem Unterricht? Was ist euch wichtig?

Fota: Ganz weit oben steht ein respektvoller Umgang, sowohl von mir als Lehrer als auch von Seiten der Schüler. Insbesondere das Sprachniveau muss passen, das ist auch eine Aufgabe, die wir als Lehrer erfüllen sollten.

Mowka: Neben dem respektvollen Miteinander gehört auch eine Prise Humor in meinen Unterricht. Damit, so meine Erfahrung, klappt es dann auch besser mit dem Verstehen, weil dann der Wille, sich in komplexere Sachverhalte hineinzuversetzen, stärker ausgeprägt ist. Das ist beispielweise eine der kleineren Erkenntnisse, die ich aus meinem Ausbildungsunterricht am BKB mitnehmen konnte.

Gerade in der Corona-Pandemie erhält die Digitalisierung des Unterrichts eine neue Bedeutung. Wie erlebt ihr digitales Lernen am BKB?

Mowka: Wir haben gut ausgestatte Räume, auch im Bereich der Fremdsprachen. Zudem profitieren wir enorm vom großen Expertenwissen innerhalb des Kollegiums. Diverse Plattformen werden immer wieder vorgestellt, geupdatet oder neu implementiert.

Fota: Auch ich empfinde die Plattformen wie moodle, Jitsi oder auch die Schülercloud als sehr gut. Doch auch die technischen Anlagen, die nicht unbedingt etwas mit Digitalisierung zu tun haben, werden super gepflegt. Es macht Spaß, damit zu arbeiten.

Ihr seid nun schon eine Weile hier am BKB. Wie empfindet ihr die Schule allgemein?

Fota: Ich fühlte mich sofort wohl, da ich sehr offen und freundlich aufgenommen wurde. Auch zu privaten Gesprächen ist man schnell gekommen - beispielsweise im Rahmen der Lehrerfußballmannschaft. Das hat die Zusammenarbeit sehr vereinfacht. Schlussendlich waren auch die vielen Hilfestellungen des Kollegiums ein wichtiger Faktor, warum ich meine berufliche Zukunft sehr gerne in Bottrop sehe.

Mowka: Als ehemaliger Schüler des Wirtschaftsgymnasiums hier am BKB (Anmerkung der Redaktion: 2007-2010) war es spannend, ehemalige Lehrerinnen und Lehrer auf eine andere Art und Weise kennenzulernen. Was hier aber auch deutlich und frühzeitig zu spüren war, ist die enorme Kollegialität.

Hat dich denn deine Schulzeit am BKB auch dazu bewegt, Lehrer zu werden?

Mowka: Das war sicherlich ein wichtiger Faktor, vor allem was meine Fächer Wirtschaftswissenschaften und Spanisch angeht. Doch ich habe schon immer gerne Komplexes erklärt, wodurch sich der Lehrberuf perfekt eignet.

Fota: Dem letzten Aspekt kann ich nur beipflichten. Es ist schön zu sehen, wenn bei Schülern nach einer vielfältigen Erklärung der Knoten platzt. Ein tolles Gefühl für jeden Unterrichtenden.

Wie bist du zum Lehrerberuf gekommen?

Fota: Ursprünglich habe ich Industriemechaniker gelernt, ehe ich mich dann für ein Maschinenbaustudium entschieden habe. Im Zuge dessen habe ich meinen Master of Education gemacht, um am Berufskolleg Maschinenbau- und Fertigungstechnik zu unterrichten. Denn: Ich halte berufliche Bildung für sehr wichtig, da sie sehr praxisorientiert und greif- bzw. erlebbar ist.

Mowka: Das ist auch ein Grund, warum ich Spanisch so mag. Eine Sprache ist etwas Anwendbares, vor allem besitzt Spanisch im kaufmännischen Bereich eine besondere Bedeutung aufgrund des Umfangs der spanisch geprägten Handelsregionen der Welt.

Zuletzt, was macht ihr abseits der Schule, um abzuschalten oder zu regenerieren?

Mowka: Sport, insbesondere Joggen und Fußball, stehen dann auf der Tagesordnung. Auch wenn mein Herzensverein Schalke 04 im Moment wenig Grund zum Abschalten bietet. Es sei denn, man zählt das Abschalten des Fernsehers dazu.

Fota: Da habe ich es als Borusse doch etwas leichter. Neben Sport in dosierter Form bin ich passionierter Gitarrist, wobei der Fokus eher auf der Passion als auf dem Talent liegt.

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