„The Wave“ überzeugt auch Theatermuffel

Zehn weiße Holzkisten, zwei Flaggen und fünf hervorragende Schauspieler der American Drama Group Europe reichten, um am vergangenen Mittwoch im Lichthof des Berufskollegs rund 900 Schüler mit dem englischsprachigen Theaterstück „The Wave“ zu fesseln und zum Mitklatschen und Mitmachen des „The Wave“-Gruppengrußes zu animieren.

Das Drama nach Morton Rhue um einen jungen amerikanischen Lehrer, der seinen Schülern in einem Experiment die Anfälligkeit für faschistisches Denken und Handeln vor Augen führt, lockte neben 40 Klassen des Berufskollegs auch 130 Schüler des Oberhausener Hans-Sachs-Berufskollegs, des Paul-Spiegel-Berufskollegs aus Dorsten sowie des Essener Robert-Schmidt-Berufskollegs. Daher organisierte das BKB-Theatertrio Anna Dosoruth, Cornelia Wolf und Beatrix Wessel kurzfristig, dass das Ensemble gleich zweimal in Folge auftrat. „Und das hat super geklappt“, freute sich Cornelia Wolf. „Viele BKB-Schüler und auch unsere externen Gäste haben sich sehr positiv geäußert.“

Schülerin Dorothee Pasch aus der Höheren Fachschule Wirtschaft und Verwaltung sagte begeistert: „Mit nur fünf Schauspielern das Phänomen der Massendynamik zu inszenieren, fand ich genial.“ Und Mitschüler Tahir Cakir kommentierte: „Sehr gut gespielt, sehr deutlich gesprochen, so dass man es gut verstehen konnte. Ein Vorteil war allerdings, dass ich das Buch schon mal im Deutschunterricht gelesen und besprochen habe.“

Zeigten sich die Organisatorinnen zunächst überrascht vom sehr reduzierten und sparsamen Bühnenbild, fand gerade das bei vielen Schülern große Bewunderung.

Florian Brokamp von den Informationstechnischen Assistenten: „Es war sehr interessant zu sehen, wie ganz nebenbei aus einigen Holzkisten mal ein Klassenraum, mal eine Sportplatztribüne, dann eine Umkleidekabine oder ein Auditorium nachgestellt wurde.“

Das größte Lob für die Schauspieler gab es schließlich von Jan Rückert, Schüler des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft und Verwaltung und eher fußballbegeistert als theateraffin: „Ich hatte ja erst gar keinen Bock, aber die Aufführung hat mich echt umgehauen. Die Zeitüberbrückung mit dem Gesang und den Showeinlagen war gut, die Schauspieler haben uns mit einbezogen, das war echt genial gemacht.“

 
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