Europaschule: OB Bernd Tischler gratuliert zur Zertifizierung

Noch bevor unser Berufskolleg am 1. Dezember im Düsseldorfer Landtag offiziell als Europaschule ausgezeichnet wird, ließen es sich Oberbürgermeister Bernd Tischler und der Erste Beigeordnete Paul Ketzer nicht nehmen, als erste Bürger der Stadt auch als Erste zu gratulieren.

In ihrer Funktion als Europabeauftrage und Koordinatorin aller Bemühungen rund um die Zertifizierung informierte Astrid Hildenbrand" stellvertretend für die Schule über das Gesamtpaket "Europa am BKB."

Das Fremdsprachenangebot, die Zertifikatsprüfungen "English for Business", Kooperationen mit europäischen Partnerschulen und Hochschulen, die vielen Auslandspraktika in Irland, Spanien, England, Ungarn, Holland etc., die Beteiligung an EU-Projekten, der bilinguale Unterricht, Europäische Lernsituationen, englischsprachiges Theater - die Palette der Angebote zur Vermittlung des europäischen Gedankens sei nicht erst seit der Bewerbung um das Zertifikat enorm vielfältig, berichtete Hildenbrand.

OB Bernd Tischler zeigte sich hocherfreut, dass nun eine ausgezeichnete Europaschule in NRW auch in unserer Stadt beheimatet sei, würdigte die wichtigsten Merkmale der Zertifizierungsvoraussetzungen und lobte das Engagement der Schulleitung wie des gesamten Kollegiums.

Hier geht es zum kompletten Grußwort des Oberbürgermeisters Bernd Tischler anlässlich der Zertifizierung des Berufskollegs der Stadt Bottrop als „Europaschule in NRW“ am Dienstag, dem 11.11.2014 um 12.00 Uhr im Berufskolleg:

"Das Bildungswesen ist einer der Handlungsbereiche unserer Stadt, in welchem die größten Veränderungen stattfinden.
Wenn ich mir vor Augen führe, was sich in den letzten Jahren verändert hat, wo wir Fortschritte gemacht haben, kann ich mit Überzeugung sagen:
Bottrop ist auf einem hervorragenden Weg.

Ich denke hier zum Beispiel an die Gründung und Entwicklung des Bildungsnetzwerkes oder an die Ansiedlung der Hochschule - Projekte, die für die Bildungslandschaft in unserer Stadt ein großer Gewinn sind.

Was aber mindestens ebenso wichtig ist, sind die Entwicklungen in den vorhandenen Schulen und Bildungseinrichtungen. Dort findet die praktische Arbeit vor Ort statt, und was dort geleistet wird, ist letztlich das, was bei den jungen Leuten tatsächlich ankommt.

Ich freue mich und ich bin sehr stolz darauf, dass wir von nun an in unserer Stadt mit der Zertifizierung des Berufskollegs eine ausgezeichnete „Europaschule in Nordrhein-Westfalen“ beheimatet haben.

Zuerst einmal dazu meinen ganz herzlichen Glückswunsch. Es ist eine verdiente Auszeichnung, und dass die Bemühungen um die Zertifizierung gleich im ersten Anlauf erfolgreich waren, ist der großartigen Leistung der Beteiligten hier an der Schule zu verdanken. Der Schulleitung – Herrn Guido Tewes und Herrn Klaus Wiegert – sowie Frau Astrid Hildenbrand als Koordinatorin des Teams Europa und dem gesamten Team Europa gebührt hier großer Dank, und ich gratuliere Ihnen von Herzen zu Ihrer engagierten und sehr professionellen Arbeit.

Letztlich ist die Zertifizierung die folgerichtige Anerkennung der Arbeit, die alle Beteiligten am Berufskolleg bereits seit vielen Jahren leisten. Viele Angebote wurden nicht eigens für die Anerkennung als „Europaschule in NRW“ entwickelt, sondern sie stehen den Schülerinnen und Schülern schon seit langem offen.

Bereits seit Beginn der 2000er Jahre wurde das Sprachangebot ausgebaut, seit 2007 besteht die Möglichkeit, Auslandspraktika zu absolvieren.

Ich begrüße deshalb die Entscheidung der Schule, den Schritt zur offiziellen Anerkennung dieser besonderen Leistungen durch das Zertifizierungsverfahren zu gehen.

Was verbirgt sich nun hinter dem Zertifikat „Europaschule in NRW“?

Ich kann hier nur einige Merkmale würdigen, eine komplette Darstellung der Angebote würde den Rahmen dieser Pressekonferenz weit sprengen.

Das individuelle Europaprofil des Berufskollegs umfasst

  • ein erweitertes Fremdsprachenangebot in allen Bildungsgängen, in einigen darunter mit der Möglichkeit, an bilingualem Unterricht teilzunehmen oder das Sprachzertifikat „English for Business“ der Londoner IHK zu erwerben
  • internationale Projekte und Partnerschaften. Unter anderem hat das Berufskolleg feste Partner für Auslandspraktika und unterstützt darüber hinaus eigene Initiativen der Schülerinnen und Schüler.
  • Die Maßnahmen werden teilweise über Stipendien der EU gefördert, unter anderem im Rahmen von Erasmus+ oder Leonardo.
  • Bestandteil des Unterrichts sind fachbezogene europäische Fragen und Lernsituationen, beispielsweise rechtliche Regelungen in anderen europäischen Ländern

Ich muss gestehen: Ich war beeindruckt von den vielfältigen Angeboten. Besonders wichtig finde ich, dass diese sich auf die unterschiedlichsten Bildungsgänge erstrecken. Dadurch erhalten junge Leute mit sehr unterschiedlichen Berufszielen die Chance, europäische Erfahrungen zu sammeln.

Ich bin sicher, die dabei erworbenen Kompetenzen sind ein wesentliches Qualifizierungsmerkmal bei der Vorbereitung auf einen europäischen Arbeitsmarkt, der immer häufiger Mobilität und Flexibilität verlangen wird.

Vor diesem Hintergrund ist das erweiterte Bildungs-angebot eine hervorragende Vorbereitung auf das Berufsleben und eine große Chance für die Schülerinnen und Schüler.

Nicht zuletzt fördert die Vermittlung des Europa-Gedankens darüber hinaus das Verständnis für europäische Werte wie gegenseitige Toleranz, das Anerkennen nationaler Besonderheiten und die Kultur der Nachbarstaaten. Dies führt letztlich zu einem besseren menschlichen Verständnis in Europa als Grundlage einer zusammenwachsenden Gemeinschaft.

Die Bildung und Ausbildung junger Menschen ist eine Aufgabe, die unter den kommunalen Aufgaben eine hohe Priorität einnimmt. Sowohl für die individuellen Lebens- und Berufschancen der jungen Leute, als auch für die junge Generation als künftige Leistungsträger in unserer Stadt und in der Gesellschaft insgesamt leistet der Bildungsbereich zentrale Weichenstellungen.

Ich freue mich, dass wir mit dem Berufskolleg, aber auch mit zahlreichen anderen Schulen unserer Stadt verlässliche und kompetente Partner an unserer Seite haben. Dies lässt mich mit viel Zuversicht in die Zukunft blicken.

Wir alle zusammen leisten gute Arbeit zum Nutzen der Kinder und Jugendlichen unserer Stadt. Ich schließe, wie es bei uns gute Tradition ist, mit einem kräftigen Glückauf!"

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