Auslandspraktika spielen in vielen Bildungsgängen am Berufskolleg der Stadt Bottrop eine wichtige Rolle: Erfahrungen sammeln, Selbstständigkeit erhöhen, Fremdes kennenlernen – die Vorteile dieser Auslandsaufenthalte sind vielfältig. So kamen auch vier Schülerinnen und Schüler der Bildungsgänge der Berufsfachschule Typ 1 und 2 im Rahmen des Erasmus+ Programms in den Genuss, zwei spannende Wochen im nordschwedischen Arvidsjaur zu verbringen. Fernab des gewohnten Alltags ging es nicht nur darum, praktische Berufseindrücke zu sammeln, sondern auch eine neue Kultur hautnah zu erleben und in unbekannter Umgebung über sich selbst hinauszuwachsen.

Schweden1So arbeiteten  sie im Restaurant „Station 14“, wo sie vom ersten Tag an herzlich ins Team aufgenommen wurden. Statt nur zuzuschauen, packten sie direkt mit an: Sie halfen bei der Zubereitung von Speisen, arbeiteten im Service und bekamen einen echten Einblick in den Restaurantalltag. Ganz nebenbei verbesserten sie ihre Englischkenntnisse im Austausch mit Gästen und Kolleginnen und Kollegen. Für Schüler Dmytro Kondratenko stand schnell fest: „Hier habe ich richtig kochen gelernt!“ Die besonderen Momente hielten die Praktikanten sogar in einem eigenen Kurzvideo fest (siehe unten).

Schweden3Weiterhin wurden Erfahrungen im „Hotell Laponia“ gesammelt. Dort wurden vor allem die Abläufe hinter den Kulissen kennengelernt – insbesondere in den Bereichen Housekeeping und Facility Management – und es ergab sich so ein umfassendes Bild davon, was es braucht, damit ein Hotel reibungslos funktioniert. Ein echtes Highlight war zudem der Besuch einer schwedischen Schule. Im Deutschunterricht kamen die Teilnehmenden mit schwedischen Schülerinnen und Schülern ins Gespräch – eine tolle Gelegenheit, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Schulalltag und im Leben junger Menschen zu entdecken.

Doch nicht nur die Arbeit machte diese Reise besonders: Auch die Natur Nordschwedens hinterließ bleibenden Eindruck. Mehrfach konnten die Schülerinnen und Schüler die faszinierenden Nordlichter am Himmel tanzen sehen – ein Erlebnis, das wohl niemand so schnell vergessen wird. Ein Ausflug zu den mächtigen Stromschnellen des Storforsen sowie Winterwanderungen durch die verschneite Landschaft rundeten das Programm ab. Für Asya Kaya und Valeriia Nemirich steht fest: Die unberührte Natur Lapplands gehört zu ihren schönsten Erinnerungen. Valeriia denkt dabei besonders gern an einen magischen Moment zurück – den Sonnenaufgang über der verschneiten Landschaft während der Fahrt zum Flughafen.

Begleitet wurden die Teilnehmenden jeweils eine Woche lang von den Lehrkräften Youssef Boutayeb und Dr. Ulrike Ufer, die ebenfalls begeistert von der Erfahrung sind. Boutayeb zieht ein klares Fazit: „Das Praktikum war für alle eine wertvolle und prägende Zeit – fachlich wie persönlich.“ Seine Kollegin Dr. Ufer ergänzt: „Mich hat beeindruckt, wie schnell die Teilnehmenden sich in die neue Kultur eingefunden haben und wie eigenständig sie in der Lage waren, ihren (Berufs-)Alltag in einem fremden Land zu organisieren.“ Und was war das größte Highlight? Die Schülerinnen und Schüler bringen es auf den Punkt: „Unsere Gruppe!“ – dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.

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