Der portugiesische Schriftsteller Paulo Coelho sagte einmal: „Manchmal zeigt sich der Weg erst, wenn man anfängt ihn zu gehen.“ Frei übertragen auf den Prozess der nicht immer leichten Berufswahlorientierung bedeutet dies, dass man erst dann weiß, was man machen möchte, wenn man sich mit den vielfältigen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten auseinandersetzt. Um die Schülerinnen und Schülern der 1W20A und 1W21A hierbei aktiv zu unterstützen, besuchten ehemalige Absolventinnen und Absolventen der 1W die aktuellen Klassen des Wirtschaftsgymnasiums, um ihre jeweiligen Ausbildungen, Studiengänge, aber auch Unternehmen und Behörden vorzustellen.

TschamlerSo berichtete beispielweise Lea Tschamler aus der ehemaligen 1W17A über ihre BWL-Studienerfahrungen in Miami, wo sie die Atlantis University im Rahmen eines Sport-Stipendiums besucht. „Das BWL-Studium ist durch den BWL-LK recht leicht, das Studentenleben hingegen ist schon herausfordernd, gerade als Teil der Fußballmannschaft vor Ort. Regeln und Einschränkungen sind präsenter als hier“, berichtet Tschamler, während sie Studientafeln und Beispielaufgaben präsentiert. Dalina MarieEinen deutlich geringeren Kulturschock vermittelten Marie Franke und Dalina Isufi aus der 1W15A, die ihr Duales Studium zur Diplom-Finanzwirtin vorstellten. „Für viele überraschend ist immer, dass Steuern und Co. mehr mit rechtlichen Grundlagen als mit Berechnungen zu tun haben. Auch Nicht-Mathe-Profis haben gute Chancen“, so Isufi und Franke.

Die Gegenseite des Finanzamtes präsentierte Lars Gerretz, ehemals Schüler der 1W08A: „Als Steuerberater versuche ich natürlich, eine möglichst geringe steuerliche Belastung meiner Klienten herauszuholen.“ Auch er stellte umfassend das Berufsbild, Eingangsvoraussetzungen oder auch einen klassischen Arbeitstag vor. Im Finanzsektor blieb nach seiner Zeit am BKB auch Florian Synofzik, mittlerweile angehender Bankkaufmann bei der Vereinten Volksbank. Genauso wie Alexander Schmücker, der sein duales Studium als Industriekaufmann bei iglo absolviert, profitiert er sehr von den drei Jahren in der 1W17A. „Viele kaufmännische Inhalte sind bekannt, daher hat man große Vorteile während der Ausbildung“, so beide übereinstimmend, bevor sie hervorheben: „Wir freuen uns sehr darüber, unsere Unternehmen zur präsentieren, Wege aufzuzeigen, die wir gegangen sind, um so Begeisterung für unsere Ausbildungen zu wecken.“

SchmueckerSehr erfreut über die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte zeigte sich auch Charleen Buchal, die, wenn sie nicht in Dortmund an der ISM studiert, den Fahrzeugteilemarkt bei EUROPART aufmischt: „Mich freut es ungemein, meine alten Lehrerinnen und Lehrer wiederzusehen. Alte Erinnerungen teilen und Geschichten austauschen, das macht einfach Spaß.“ Zum Abschluss der sechs Veranstaltungen, die sich über die letzten zwei Schulwochen streckten, zog auch Bildungsgangleiter Stefan Weyers ein sehr positives Fazit: „Unsere aktuellen Klassen konnten wir durch die Besuche ein kleines Stück mehr auf ihrem Weg zur Berufswahl unterstützen. Sie haben Informationen aus erster Hand von Menschen gewonnen, die denselben Weg gegangen sind wie sie auch. Praxis- und bildungsgangnäher geht es schwer. Zudem sind wir alle sehr glücklich zu sehen, dass unsere Ehemaligen tolle Wege dank ihrer Zeit in der 1W einschlagen konnten!“