Seit vergangenem Schuljahr ist das Fach Nachhaltigkeit fest in den Oberstufenklassen des Einzelhandels verankert. Praxisnah und mit hohem Bezug zur eigenen Lebenswelt soll nachhaltiges Leben, Arbeiten und Wirtschaften mitgestaltet werden. Fester Bestandteil des Unterrichts sind kleine und große Projekte, die Nachhaltigkeit auf vielfältige Art und Weise erlebbar machen. Beispielsweise besuchten die EH20A und EH20B die Zeche Zollverein im Rahmen der „lit.ruhr“. Nach einem zweistündigen Rundgang über das Zechengelände mitsamt Besuch einer Ausstellung zum Thema „Strukturwandel“ im RuhrMuseum stand dann der eigentliche Kern des Besuchs an, nämlich der Besuch einer Diskussionsrunde zum Thema „Ist das Klima noch zu retten?“

NH EH2022 1„Dass wir quasi eine Exklusivveranstaltung haben, da andere Klassen anderer Schulen nicht erschienen sind, konnten wir nicht ahnen“, zeigte sich Organisatorin Sandra Tavilla überrascht und erfreut, denn so wurde der Austausch noch intensiver und persönlicher. Für und mit den Klassen diskutierte unter anderem Aimée van Baalen vom Aktionsbündnis „Letzte Generation oder auch Linda Kastrup von „Fridays for future“. „Es war spannend zu hören, was die Organisationen eigentlich machen und warum ihr Einsatz so wichtig ist“, waren sich die Schüler*innen im Anschluss einig, vor allen Dingen, weil ihnen eindringlich geschildert wurde, wie das Klima in 20 Jahren aussieht bzw. welche Folgen diese Klimaänderungen haben. Sandra Tavilla ergänzt: „Wichtig war zudem, dass deutlich wurde, wo jetzt gehandelt werden muss und dass selbst kleine Schritte in den Ausbildungsbetrieben helfen können, die Erderwärmung zu reduzieren bzw. zu stoppen.“

NH EH2022 4Eine anderen Aspekt von Nachhaltigkeit bearbeiteten die Klassen bereits vor den Herbstferien, denn im Rahmen der „Fairen Woche“ (16.9. – 30.9.), die in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf „FastFashion vs. FairFashion“ legte, beschäftigten sich die Oberstufen mit den Gefahren von massenhaft und schnell produzierter Kleidung, hinterfragten dabei ihre Konsumgewohnheiten und erkannten die Notwendigkeit, dass günstige Kleidung mehr schadet als nutzt. „Zum Abschluss der Reihe zeigten die Schüler*innen ihre Kreativität, da sie aufrüttelnde Sprüche, Hashtags und Co. mit Kreide auf den Schulhof schrieben. Ziel war es, ein Bewusstsein bei allen BKB-Schüler*innen zu schaffen“, erläutert Tavillas Lehrerkollege Stefan Weyers die Aktion. Weitere Projekte sollen folgen, bestimmt auch initiiert vom neuen „Team Nachhaltigkeit“ am BKB!

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