Bereits im vergangenen Jahr starteten Oberstufenschüler*innen des Ausbildungsberufes Kaufleute für Büromanagement unter Federführung ihrer Lehrerin Sandra Köster das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. In diesem Zusammenhang erhielt das BKB durch das Engagement der Klasse offiziell den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Eine andere Gruppe am BKB gestaltete das Kinderbuch „Marie gegen Rassismus“, das in diesem Monat als groß angelegtes Projekt durch das Bildungsbüro der Stadt Bottrop an alle Dritt- und Viertklässler der Bottroper Grundschulen verteilt wurde.  Auch das Jugendparlament in Bottrop war in die Projekte involviert und beteiligte sich sowohl an der Schulbuchaktion als auch am neuesten Graffitiworkshop mit einer großzügigen Spende. Ergebnis: Der BKB-Radiocontainer erstrahlt in neuem Glanz. Schüler*innen des Medienkompetenzkurses der Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums unter der Leitung von Udo Wegmann nutzen dieses frisch renovierte Schmuckstück zur Produktion von Radiosendungen, ein weiteres für alle sichtbares und in der Folge auch Radio EmscherLippe (REL) hörbares Zeichen, dass das BKB gegen Rassismus und Diskriminierungen eintritt.

Respect2In dem fünftägigen Graffiti-Workshop beschäftigten sich Schüler*innen des Radioteams unter der Moderation des freischaffenden Künstlers Helmut Schmidt, der u. a. Kunstprojekte in Schulen durchführt, mit dem zukünftigen Aussehen des Radiocontainers. Unter dem Oberbegriff „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ galt es ein mögliches Motiv zu benennen, dieses in verschiedenen maßstabsgetreuen Entwürfen darzustellen, eine Entscheidung zu treffen, welches der zahlreichen Entwürfe den Radiocontainer schmücken soll und dieses Motiv letztlich auch auf den Container zu sprayen. Das fantastische Ergebnis zeigen die Bilder. Guido Tewes, Schulleiter, meint hierzu: „Das Wort RESPECT steht für einen elementaren Wert unserer Schulgemeinschaft. Ich bin sehr glücklich, dass alle auf dem Schulhof durch eine tolle Arbeit daran erinnert werden!“ Auch Udo Wegmann zeigte sich mächtig stolz über den in frischer Farbe erstrahlten Container: „Das Freizeitvergnügen Container streichen hat sich wirklich gelohnt. Die Schüler*innen haben den frischen Lack genutzt, um eine wichtige Botschaft auszustrahlen. Ein großer Dank allen Beteiligten!“.

Respect3Zu guter Letzt zeigte sich auch Künstler Helmut Schmidt vom Engagement des Kurses begeistert: „Fünf schöne Tage, in denen ich viel von den Jugendlichen erfahren durfte und die mir bestätigt haben, dass ich mit kreativen und engagierten jungen Erwachsenen zusammenarbeite, die unsere Zukunft positiv beeinflussen werden.“  Die letzte Botschaft gebührt aber den tatkräftigen Sprayer*innen: „Als ahnungslose Ersttäter hat man schon einen gehörigen Respekt vor einer Fläche von 14 Quadratmetern, die mit einer Botschaft versehen werden soll, die zumindest optisch ansprechend sein soll. Umgeben von einem Künstler, dessen Leitspruch zu sein scheint: „Ihr macht das!“, kann man schon verzweifeln, wenn man gesehen hat, welche Graffitis dieser Künstler angefertigt hat. Letztlich sagen wir aber einfach: Danke, Helmut! Dein Leitspruch stimmt. Wir haben es gemacht. Du hast uns mit Deinen Tipps unterstützt und wir sind mächtig stolz auf unser Ergebnis.“

Information:

Die Arbeit am Container ist zwar beendet, die Arbeit des Teams „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ geht aber weiter mit folgenden Projekten:  Am 8. Dezember 2022 findet eine Zukunftswerkstatt statt. Unter Anleitung von Moderatoren werden SchülerInnen und das Team über die Frage beraten, wie unser Berufskolleg in Zukunft als rassismusfreie und couragierte Schule in Erscheinung treten wird. Der 27. Januar 2023 ist der Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Das Team wird den Schüler*innen und Lehrer*innen hierzu ein Veranstaltungsangebot zur aktiven Auseinandersetzung mit den historischen Gräueltaten unterbreiten. Anfang Dezember wird ein Link zu einem Padlet veröffentlicht, in dem die verschiedenen möglichen Aktionen und das Anmeldeverfahren vorgestellt werden.

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