„Parolen paroli“ – Richtig argumentieren gegen Stammtischsprüche

Bereits im vergangenen Jahr waren Jürgen Albrecht und Christine Kättner, Schauspieler und Theaterpädagogen aus Köln, am Berufskolleg der Stadt Bottrop zu Gast. Im Rahmen einer Lehrerfortbildung und zweier Klassenworkshops gaben sie Tipps und Tricks im Umgang mit Stammtischsprüchen an das pädagogische Personal weiter. Ihr Auftritt hinterließ bleibenden Eindruck und so nahm Schulsozialarbeiter Mario Papierok sofort das erneute Angebot von Daniela von Bremen von der Integrationsagentur Bottrop an, die beiden Experten auch in diesem Schuljahr einzuladen, um dieses enorm wichtige Thema zu behandeln. Prompt fanden sich sowohl die 5W21A und die AV21B als auch die 4Q21A im Selbstlernzentrum schnell in Diskussionen über Rassismus, Homophobie und Judenhass wieder.

„Wir haben bewusst Klassen aus der Ausbildungsvorbereitung gewählt, da dort oftmals das Handwerkszeug oder auch Hintergrundwissen fehlt, um Stammtischparolen zu begegnen“, so Papierok, der betonte, dass die Veranstaltung nur mithilfe starker Partner des BKB durchgeführt werden konnte: „Dank der guten Kooperation mit und auch auf Initiative der Integrationsagentur Bottrop und durch die Finanzierung über das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW konnten wir solch tolle Veranstaltungen bewerkstelligen.“ Auch Daniela von Bremen betont die Signifikanz der Zusammenarbeit: „Uns ist es wichtig Schüler*innen und Lehrer*innen zu erreichen und mit derartigen Projekten Kompetenzen zu stärken und Signale zu setzen. Außerdem freut mich immer wieder zu sehen, mit welchem Enthusiasmus an diesen Workshops teilgenommen wird.“

Die Schüler zeigten sich ebenfalls begeistert, was sich zum Beispiel an Bedirhans Aussage aus der 5W zeigt: „Ich finde gut, dass wir früh lernen, uns mit der Thematik auseinander zu setzen, um uns in Gesprächen sicherer verhalten zu können." Auch seine Klassenkameradin Lina betont: „Es war super, dass wir nicht nur geredet, sondern auch richtig gearbeitet haben. Jetzt wissen wir, was hinter manchen leicht daher gesagten Sachen steckt und wie wir uns wehren können.“

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