Vollabitur auch ohne FOR-Q

Romina Wunschick (links im Bild bei der Bestenehrung 2021) wollte eigentlich ihr Abitur machen, verpasste am Ende der Klasse 10 aber knapp die Qualifikation zur gymnasialen Oberstufe. Sie entschied sich daraufhin für einen Bildungsgang mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Soziales am Berufskolleg, in dem sie nach zwei Jahren zumindest das kleine Abitur, die Fachhochschulreife, erlangte. Ihr Ehrgeiz war jedoch nicht gestillt und so entschloss sie sich die Schulkarriere fortzusetzen und die Allgemeine Hochschulreife doch noch zu erlangen. 

Das Berufskolleg macht es möglich, dass Schüler*innen wie Romina das Abitur auf relativ kurzen Umwegen machen können. Voraussetzung ist dabei, dass sie in einen gymnasialen Bildungsgang mit demselben beruflichen Schwerpunkt wechseln. Das gilt am BKB neben dem Bereich Gesundheit genauso für die Beruflichen Gymnasien Wirtschaft und Informatik. Der erfolgreiche FHR-Abschluss war Rominas Zulassungsqualifikation für die Klasse 12 des Beruflichen Gymnasium Gesundheit, die Klasse 11 konnte übersprungen werden. Im vergangenen Jahr hat sie ihr Abitur trotz aller Corona-Hürden mit einem beachtlichen Notendurchschnitt von 1,9 bestanden. Damit kann sie nun jedes Studium an einer Universität aufnehmen. 

Romina ist kein Einzelfall. Zu ihrem Abi-Jahrgang 2021 gehörten sieben FHR-Absolvent*innen, die jetzige Klasse 13 des Gymnasiums Gesundheit besuchen schon neun Schüler*innen aus dem ehemaligen FHR-Bildungsgang und aus dem letzten FHR-Abschlussjahrgang verfolgen gar 16 Schüler*innen den 4-Jahresplan zum Abitur. 

„Wir unterstützen diesen Trend gerne, achten beispielsweise darauf, dass die Voraussetzungen in der 2. Fremdsprache erfüllt werden können, denn wir sind überzeugt davon, dass alle Schüler*innen die Chance haben sollten, die in der 10. Klasse verpasste Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe zu korrigieren“, so Anna Dosoruth-Lück, Leiterin des Bereichs Gesundheit und Soziales.

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