Spontane Spendenaktion nach bewegenden Worten von Schwester Stefanie

Im November veranstaltete das Unterrichtsentwicklungsteam des Berufskollegs auf Initiative von Dr. Ulrike Ufer und Tobias Tolksdorf eine Informationsveranstaltung zur Situation von Flüchtlingen in Deutschland mit dem Titel „Nur Obdach kann es nicht sein – wir müssen den Asylanten als Menschen eine Heimat geben.“ Als Referentin konnte Ordensschwester Stefanie der Franziskanerinnen Salzkotten gewonnen werden, die viele Jahre in der Flüchtlingsberatung des Caritasverbands in Herten arbeitete, mit dem Verdienstorden des Landes NRW ausgezeichnet wurde und lange gemeinsam mit Migranten und Flüchtlingen in einem Hochhauskomplex zusammenlebte. 

„Wir wollten damals raus aus dem Kloster und vor Ort für die Armen da sein. Hinter jeder Tür gibt es andere Lebensgeschichten. Ich kenne sie fast alle und weiß, womit die Menschen kämpfen. Kleine Sorgen sind dabei, aber auch viele schwere Schicksale. Zu vielen könnte ich jeden Tag gehen, so traumatisiert sind sie", erzählte Schwester Stefanie im Rahmen der Veranstaltung. 

Aufgrund der bewegenden Schilderungen der Ordensschwester organisierte Dr. Ulrike Ufer eine spontane Spendensammlung, bei der 350 Euro zusammenkamen. Zur symbolischen Scheckübergabe besuchte sie nun gemeinsam mit Manuela Rudolphi-Wiggers die Ordensschwester in Herten. „Schwester Stefanie hat uns bei dieser Gelegenheit zahlreiche Fotos von Flüchtlingsunterkünften gezeigt und uns auch über weitere Einzelfälle berichtet, so dass es nicht an Möglichkeiten mangelt, das gesammelte Geld sinnvoll zu verwenden“, so Dr. Ulrike Ufer, die zudem ein herzliches Dankeschön von Schwester Stefanie an alle Spender ausrichten lässt.


Wirtschaftsgymnasiasten erforschen Einzelhandel

Auf Initiative von Dr. Dieter Grasedieck (ehem. Bundestagsabgeordneter und ehem. Schulleiter an einem Berufskolleg) führen Schüler der Q1 (1W 14) des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft am Berufskolleg der Stadt Bottrop eine Marktumfeldanalyse in Bottrop-Kirchhellen durch. Es sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, ob der stationäre Einzelhandel möglicherweise zusätzliche Umsätze im Online-Handel generieren kann bzw. ob überhaupt ein Bedarf der Bevölkerung an einem solchen Zusatzangebot besteht.

Die Schüler forschen in Zusammenarbeit mit den Unternehmen REWE Gödecke, Hof Miermann und Hof Umberg. Projektinitiator Dr. Dieter Grasedieck betreut das Projekt persönlich und auch finanziell. So konnte er den Gymnasiasten nun im Auftrag der "Studienstiftung Christa und Dr. Dieter Grasedieck" drei brandneue Tablets übergeben, mit denen die Umfrage online durchgeführt werden soll und die in der Folge zu Recherche- und Präsentationszwecken im Unterricht genutzt werden.

Stefanie Kirschner, Lehrerin im Fach Betriebsorganisation: "Durch den hohen Praxisbezug und ein interessantes Handlungsfeld aus dem Bereich "Neue Medien" gehen die Schüler sehr motiviert an die Arbeit heran und liefern ansprechende Ergebnisse." Auch Schülerin Lena Keul ist begeistert von dem Projekt: "Wir arbeiten selbständig an der Erstellung und Auswertung der Kundenbefragung und stehen im ständigen Austausch mit den beteiligten Unternehmen. Es ist spannend auch einmal hinter die Kulissen zu blicken und zu sehen, was man alles beachten muss, um ein erfolgreiches Unternehmen zu führen."


Kaufmännische Assistenten und Bürokaufleute als Hochzeitsgäste bei den Ford-Werken

Bei ihrem Besuch der Ford-Werke in Köln durften die Kaufmännischen Assistenten sowie die Auszubildenden zu Bürokaufleuten hautnah miterleben wie aus einer Rolle Blech ein Automobil der Marke Ford wird. "Eine tolle Erfahrung", resümierte Dyiar Yilmaz, "nicht nur für Autoliebhaber wie mich."

Sandra Köster und Mathias Brink, Klassenlehrer der Bürokaufleute, und Bereichsleiterin Magdalene Siebert organisierten den Anschauungsunterricht mit dem Ziel "Inhalte des BWL-Unterrichts wie Fertigung, Qualitätskontrolle oder auch Arbeitsbedingungen im richtigen Berufsleben zu erfahren." Das Kölner Ford-Werk bot dafür optimale Rahmenbedingungen.

Beeindruckt zeigten sich die Schüler nicht nur von der Größe des Werks, das auf 170.000 Quadratmetern ausschließlich das Model Fiesta herstellt. Für die weiten Wege durch die verschiedenen Produktionshallen wurden die Schüler mit einem Gondelzug chauffiert. "Ich fand es interessant zu sehen, dass das Gros der Arbeiten von Robotern erledigt wird, obwohl das Werk 17300 Mitarbeiter hat ", so Lena Schlebach.

Vor allem in der ersten Produktionshalle, wo die Karosserie zusammengebaut wird, würden 95% der Arbeiten aus Gründen der Präzision und Zuverlässigkeit von Maschinen und Robotern erledigt, erfuhren die Schüler. Erst später, bei der sogenannten "Hochzeit", der Vereinigung von Karosserie und Elektrik, seien wieder mehr Menschen im Einsatz. "Das war heute eine Informationsexplosion", so Sean Plechinger begeistert.


Bestes Kosmetik-Institut Deutschlands

Gerade wurde das Kosmetik-Institut Sandra Ellekotten in Kirchhellen mit dem „Macon Beauty Award“ als Deutschlands bestes Kosmetik-Institut ausgezeichnet. Mit dem Preis werden Institute geehrt, die für innovatives Leistungsspektrum, Top-Kundenservice und Botschafter der professionellen Fachkosmetik stehen. 

Mit Sandra Ellekotten (im Bild rechts bei der Preisverleihung durch Geschäftsführer und Inhaber der Firma Macon Hans-Georg Härtling und Chefrepräsentantin Ivonne Walper) freut sich auch das gesamte Kollegium inklusive Schulleitung des Berufskollegs. „Wir sind sehr stolz, dass sich solch eine kompetente und ausgezeichnete Expertin auch um den Nachwuchs kümmert und an unserer Schule die Staatlich geprüften Kosmetikerinnen unterrichtet“, so Schulleiter Guido Tewes. 

„Man kann sich für diesen Award nicht bewerben“, erläutert Sandra Ellekotten, „die Jury der Firma trifft eine Auswahl aus über 1200 Macon-Instituten und nur die besten werden zur Gala-Veranstaltung nach Weimar eingeladen.“


Probieren geht über Studieren – Einzelhändler auf der Genussmesse in Essen

Eine Messe ist eine Veranstaltung mit Marktcharakter, die ein umfassendes Angebot mehrerer Wirtschaftszweige oder eines Wirtschaftszweiges bietet; dort gibt es besondere Preise, man kann Kontakte knüpfen und wird über Trends informiert. Soweit die Theorie aus dem Wirtschaftslexikon im Unterricht. Wie eine Messe in der Praxis aussieht, davon wollten sich die angehenden Kaufleute im Einzelhandel der Klasse EH13A selbst ein Bild machen. 

Als „ideales Anschauungsobjekt“ befand Klassenlehrer und Feinschmecker Klaus Lohmann dafür die Genussmesse „NRW – Das Beste aus der Region“, die als ergänzende Spezialmesse unter dem Dach der „Mode, Heim und Handwerk“ stattfand. „Ideal, weil nahe gelegen in Essen, vor allem aber weil hier der aktuelle Trend nicht nur für Gourmets verfolgt wird - Regionalität bringt echten Genuss“, so Lohmann. 

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